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sport auto-Trophy: Rekordfahrt auf der Nordschleife

Rundenzeitenrekord: Donkervoort D8 RS

Nordschleife Rekordfahrten 47 Bilder

Mit 7.18,10 Minuten setzt Donkervoort Deutschland-Chef Michael Düchting die neue Pace auf der Nordschleife. Der von der Redaktion anno 1999 gestiftete Wanderpokal der sport auto-Trophy wechselt damit erneut den Besitzer.

14.12.2004 Powered by

Von kleinen Schritten hält Michael Düchting wenig. Frei nach dem Motto "nicht kleckern, sondern klotzen" war die Ansage für den Rekordversuch des deutschen Donkervoort-Importeurs auf der Nürburgring-Nordschleife von Beginn an eine klare: "Irgendwas unter 7.20 Minuten müsste gehen."

Donkervoort D8 RS schlägt Porsche Carrera GT

Allen an der Rekordfahrt von Horst von Saurma Anfang September Beteiligten schien die Vorgabe indes recht kühn. Insbesondere der sport auto-Chef selbst, der schon die von ihm im Porsche Carrera GT in 7.32,44 Minuten absolvierte Nordschleifen-Umrundung als Ritt auf der Kanonenkugel empfand, mochte sich den dafür in den anspruchsvollen Passagen der Grünen Hölle erforderlichen Speed erst gar nicht vorstellen. Zumal den Donkervoort-Piloten - Hardtop hin oder her - nicht allzu viel schützendes Blech umgibt. Düchting fochten derlei Bedenken jedoch ebenso wenig an wie der am Rekordtag auf der Nordschleife herrschende Verkehr. Das Angebot, alle eingebuchten Sportfahrer vorübergehend von der Strecke zu holen, lehnte der 1,90-Meter-Mann dankend ab. "Das geht schon - kein Problem."

Ganz so lässig wie diese Äußerung mutete der überaus rasante Start an der als T13 bekannten vormaligen Nordschleifen-Zufahrt dann jedoch nicht an. Mit einem hörbaren Verschalter und zuckendem Heck ging der Mittvierziger den 20,6 Kilometer langen Kurs geradezu halbstark an. "Da hab ich Riesen-Schwein gehabt", lautete später der von einem breiten Grinsen untermalte Kommentar des Paderborners. Dass jenes nicht nur dort vonnöten war, liegt angesichts der sensationellen Zeit von 7.18,10 Minuten auf der Hand. Zumal der Donky, wie Düchting das 370 PS starke Leichtgewicht liebevoll nennt, aus vielerlei Gründen nicht einmal optimal für die Kurvenhatz in der Eifel gerüstet war.

"Der RS ist für uns so eine Art Erprobungsfahrzeug, das wir in rund zwei Jahren peu à peu auf den heutigen Stand hochgerüstet haben, um zu zeigen, was machbar ist", erklärt Düchting. "Da wir ihn in letzter Zeit aber vorrangig in Sprintrennen eingesetzt haben, ist das Fahrwerk für die Nordschleife rund 1,5 Zentimeter zu tief.“ In der Folge konnte der frisch gebackene Rekordfahrer einzelne Streckenstücke nur mit gedrosseltem Qualm angehen: "Vor Karussell und Schwalbenschwanz musste ich Fahrt rausnehmen, sonst wäre mir der Frontspoiler um die Ohren geflogen." Und dann hätte es die 670-Kilo-Flunder in den schnellen Passagen vielleicht wirklich nicht mehr am Boden gehalten.

Titelverteidigung bereits fest eingeplant

Schon so hatten Ross und Reiter über schnell angegangenen Kuppen mit spürbarem Auftrieb an der Vorderachse zu kämpfen. "Am Flugplatz hat er die Nase hoch genommen", konstatierte Düchting nachdenklich. "Da müssen wir über den Winter noch was tun." Mit einer ausgefeilteren Aerodynamik - der Donky soll dann ohne das üppige Flügelwerk am Heck auskommen - und einem unten herum besser ansprechenden Lader will der Westfale sich im nächsten Jahr selbst jagen: "Wenn ich nicht immer volle Pulle in die Kurve rein muss, um einigermaßen herauszukommen, ist bestimmt noch was zu holen."

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