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TÜV-Fusion

Noch herrscht Uneinigkeit

Foto: TÜV SÜD

Ein interner Streit überschattet den geplanten Zusammenschluss von TÜV Nord und Süd zum Marktführer in Deutschland. Äußerungen von TÜV Süd-Chef Peter Hupfer bei einer Bilanzpressekonferenz am Montag (16.4.) in München ließen Zweifel an dessen "Fusionsfähigkeit" aufkommen.

18.04.2007

Das sagte TÜV Nord-Chef Guido Rettig am Mittwoch (18.4.) in Hannover. Die Aufsichtsräte von TÜV Süd und Nord hatten der Erarbeitung eines Grundsatzvertrags für die Fusion vor wenigen Tagen zugestimmt. Die Zentrale des verschmolzenen Konzerns soll nach Worten Hupfers in München sein. "Wir müssen uns nun die Frage stellen, ob Berlin nicht geeigneter ist", sagte Rettig. Er erwarte jetzt langwierige Sondierungsgespräche.

Hintergrund des Streits ist offenbar eine Äußerung Hupfers über die vergleichsweise bessere Rendite des TÜV Süd. Es sei nicht das Ziel, den TÜV Nord "in den Garten schauen zu lassen", hatte Hupfer gesagt, sondern ihm auch zu zeigen, wie man es besser mache. Rettig konterte am Mittwoch: "Es geht bei erfolgreichen Zusammenschlüssen auf Augenhöhe nicht darum, wer wen in seinen Garten holt oder lässt, sondern darum, ob man in einem neuen Dienstleistungskonzern dieser Größe die Menschen von Anbeginn an erreicht und mit ins Boot bekommt."

Für Autofahrer und andere private Kunden des TÜV soll sich durch den Zusammenschluss nichts ändern. Da beide Organisationen in unterschiedlichen Teilen Deutschlands aktiv sind, soll es keine Entlassungen geben. Das Kartellamt muss noch zustimmen.

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