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Tuning aus den USA

American Drive

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Blubbernde PS-Monster mit eimergroßem Hubraum, heulende Kompressoren und armdicke Auspuffrohre – wer schon mal ein Treffen amerikanischer 4Wheeler besucht hat, ist infiziert. Was gefällt, ist zu haben – inklusive diverses Zubehör, oft ebenfalls direkt aus den USA. Ein Modell hat es der Fan-Gemeinde besonders angetan: der Jeep Wrangler. Bei ihm geraten Bastler ins Schwärmen, denn kaum ein anderer Offroader lässt sich so umfangreich und individuell verändern wie der Klassiker aus Toledo, Ohio.

Im neuen Modell JK sind bollernde V8-Triebwerke allerdings passé. Ab Werk stehen den Tunern nur ein Vierzylinder- Diesel mit 177 PS und ein Sechszylinder- Benziner mit 199 PS zur Verfügung. Dass der V6 das Zeug zum Mitröhren hat, demonstriert die Firma K&STuning (www.ks-tuning.de). Die Spezialisten aus Gundelsheim bei Heilbronn knöpfen sich den Wrangler Sport 3.8 vor und zeigen, was auf dieser Basis möglich ist. Zunächst spendieren sie dem Sechszylinder einen Kompressor, ändern Ansaugtrakt und Motorsteuerung. Ergebnis: 300 PS und etwa 400 Newtonmeter Drehmoment. Das aufgepumpte Aggregat versteckt sich unter einer selbst entwickelten Leichtbau-Motorhaube. Sie besteht wahlweise aus GFK (899 Euro) oder einem GFK-Carbon- Mix (1.199 Euro) und lässt die Motorhitze über zusätzliche Lüftungsschlitze schneller entweichen. Die Serien- Auspuffanlage wird durch eine Einrohr-Edelstahlvariante von Magnaflow ersetzt. Nächster Punkt: das Fahrwerk. Der K&SWrangler hat acht Zentimeter mehr Bodenfreiheit als das Original, längere Federn und speziell abgestimmte Bilstein-Dämpfer. Dazu gibt es Stahlflex-Bremsleitungen sowie eine vorn und hinten verstärkte Kardanwelle. Die Räder legen zu: Auf polierte 17-Zöller vom Typ Alcoa Classic II zieht K&S Micky Thomson- Reifen mit groben Stollen im Format 35 × 12,5 Zoll (Komplettradsatz 2.139 Euro). Die superbreiten Kotflügelaufsätze (949 Euro) darüber stammen von der amerikanischen Firma Bushwacker (www.bushwacker.com). Blink- und Standlicht sind weiße LED-Leuchten.

K&S montiert an die Front einen stabilen Stahlbügel, ans Heck eine Jeeperman-Stoßstange mit Hi-Lift-Wagenheber. Schon jetzt könnte der K&S-Wrangler jeden Schönheitswettbewerb gewinnen. Doch in Gundelsheim gibt es noch weitere Optionen: Achssperren, Unterfahrschutz, Zusatzscheinwerfer, Sportsitze – das Potenzial des roten Klettermaxe ist längst noch nicht erschöpft. Auch Karl Geiger aus München schätzt die Qualitäten des JK.

Seine Firma (www.geigercars.de) hat bereits ein fertig aufgerüstetes Modell im Angebot, das 4wheelfun exklusiv gefahren ist. Als Basis für den Umbau wählte Geiger den Rubicon 2.8 CRD. Der steht von Hause aus auf zwei sperrbaren Achsen und trägt serienmäßig das 4:1-Rock-Trac-Untersetzungsgetriebe. Sein 2,8-Liter-Turbodiesel leistet 212 PS dank Chiptuning und Sportauspuff. Der kostet 1.099 Euro, lässt aber kraftvollen Sound vermissen – ein Tribut an den Turbodiesel.

Geiger legt den Wrangler mit einem selbst entwickelten Fahrwerk (3.207 Euro) ganze zehn Zentimeter höher und stellt ihn auf riesige mattschwarze 20-Zoll-Alus. Zusammen mit den Cooper Discoverer STT-Gummis im Format 33 × 12,5 Zoll und Distanzscheiben kostet der komplette Radsatz stolze 5.382 Euro. Trotz der aufwendigen Eingriffe und des hohen Schwerpunkts bleibt der Geiger-Rubicon absolut komfortabel. Zwar thront man nun deutlich weiter oben, fahrdynamisch lässt sich jedoch kaum ein Unterschied zum Serien-Modell feststellen. Dank der etwas breiteren Spur scheint er sogar satter auf der Straße zu liegen. Sein wahres Können zeigt der dunkelgrüne Geiger-Wrangler allerdings erst im Gelände. Durch die gewaltige Bodenfreiheit von 345 Millimetern verlieren sogar tiefste Spurrillen ihren Schrecken, und dank der gigantischen Verschränkung kennt der umgebaute Wrangler nun endgültig keine Hindernisse mehr. Geiger nimmt sich übrigens auch andere Fahrzeuge wie den Hummer H2 zur Brust.

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