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TVR Griffith

Erster Sportwagen kommt 2017

TVR Griffith Teaser Foto: TVR 5 Bilder

Die legendäre britische Sportwagenmarke TVR will 2017 mit einem ersten neuen Modell wieder im Markt aufschlagen. Geburtshilfe leisten dabei Ex-F1-Designer Gordon Murray und Cosworth. Der neue TVR könnte wieder Griffith heißen.

06.06.2017 Uli Baumann 4 Kommentare Powered by

Lange war es reichlich still um die Marke TVR. Auf verschiedene  Besitzerwechsel folgten immer wieder neue Ankündigungen, aber eben keine neuen Autos. Mitte 2015 hatten sich die Briten wieder zu Wort gemeldet und das Comeback für 2017 angekündigt. Premiere wird der neue TVR auf dem Goodwood Revival Festival am 8. September 2017 feiern.

Zudem hat der Sportwagenbauer konkrete Pläne für die neuen Modelle vorgelegt. Zur Weihnachtszeit 2015 hatten die Briten ein erstes Teaserbild an potentielle Kunden verschickt – dann zeigten sie ein weiteres Bild in einer anderen Lackierung und mit veränderten Felgen. Es zeigt einen Sportwagen mit Sidepipes und markanten Entlüftungskiemen in den Flanken. Das neue Bild wurde anlässlich der Bekanntmachung der neuen Produktionsstätte veröffentlicht. Die wir, ebenso wie das neue Aston Martin-Werk in St Anthan in Wales liegen, genauer in Ebbw Vale unweit von Newport. Schon der ehemalige TVR-Besitzer Nikolai Smolensky hatte über ein Werk in Wales nachgedacht. Die walisische Regierung wird in die TVR-Produktionsstätte investieren, schließlich werden in der Region Arbeitsplätze geschaffen. Schon jetzt sollen 400 Aufträge vorliegen, die die Produktion bis 2018 sicherstellen.

TVR Teaser 2017Foto: TVR
Das Design des neuen TVR stammt von Gordon Murray.

TVR setzt auf Cosworth-Power und Murray-Design

TVR-Besitzer Les Edgar, der sein Vermögen mit Computerspielen gemacht hat, hat sich für die Wiederauferstehung der von ihm 2013 übernommenen Sportwagenmarke TVR kompetente Partner ins Boot geholt. Das Design und das technische Konzept für die neuen Modelle soll der Ex-Formel 1-Designer Gordon Murray mit seinem Team beisteuern. Die Motorpower liefert Cosworth zu. Gesetzt ist ein Fünfliter-V8-Saugmotor mit Trockensumpfschmierung und rund 470 PS, dessen technische Basis vom Ford Mustang kommt, aber bei Cosworth umfangreich angepasst wird. Der soll den TVR in knapp 4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h ermöglichen. Es bleibt beim Zweisitzer mit Frontmotor, 6-Gang-Handschaltung und Hinterradantrieb. Es bleibt auch beim traditionell geringen Elektronikeinsatz. Viel mehr als ein ABS soll es nicht an Bord der TVR-Modelle geben. Dafür offenbart das jüngste Teaserbild Sidepipes.

Unter dem Karosseriekleid aus Verbundmaterial setzen die rund 1.200 kg schweren TVR-Modelle auf einen stählernen Gitterrohrrahmen mit Einzelradaufhängungen. Hier soll das von Murray entwickelte iStream-Modulsystem – Stahlrohrrahmen in Kombination mit Composite-Sandwich-Modulen – zur Anwendung kommen. Wie das aussehen wird zeigt das jüngste Teaserbild.

TVR Teaser 2017Foto: TVR
Ester Einblick in die Technik.

Zum Marktstart soll vom neuen TVR eine Sonderserie mit Kohlefaserkarosserie aufgelegt werden, die Serienmodelle tragen hingegen ein Karosseriekleid aus GFK. Die hochwertigeren Bodypanels sollen aber nachrüstbar sein. In den kommenden zehn Jahren sollen insgesamt vier neue Modelle aufgelegt werden.

400 Bestellungen für den TVR Griffith

Für den ersten neuen TVR, der als Coupé und als Cabrio kommt, sollen schon rund 400 fixe Bestellungen vorliegen. Einem Teil der Käufer, die bereits 5.000 Pfund von den rund 90.000 Pfund Endpreis angezahlt haben, wurde der neue TVR jetzt hinter verborgenen Türen präsentiert. Zum Start wird es zudem eine auf 500 Exemplare limitierte spezielle Launch Edition geben. Die Öffentlichkeit soll den neuen TVR erst im September 2017 in Goodwood zu Gesicht bekommen. Möglicherweise wird der neue TVR einen alten Namen tragen, denn die Briten haben sich kurz vor der Premiere die Modellbezeichnung Griffith schützen lassen, die früher schon zwei Modellgenerationen von TVR-Sportwagen getragen haben.

Neuester Kommentar

Er wird ESP haben und es wird abschaltbar sein. Mittelmotor ist es nicht wirklich, aber die Motorhaube ist ziemlich lang, so dass der Motor doch relativ weit hinten sitzt.

Ich frage mich allerdings, welches Bild jetzt genau neu sein soll ?

xrun 6. Mai 2017, 23:06 Uhr
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