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Übernahmeversuch

Conti kontert

Foto: dpa

Der Autozulieferer Continental hat nach Medien-Informationen im Abwehrkampf gegen den Familienkonzern Schaeffler die Finanzaufsicht BaFin zu Hilfe gerufen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" am Dienstag (15.7.).

15.07.2008

In einem Brief an die Bonner Behörde rechne der Automobilzulieferer vor, dass Schaeffler bereits Zugriff auf 36 Prozent der Stimmrechte hat. Folge die Finanzaufsicht dieser Einschätzung, müsste Schaeffler ein sogenanntes Pflichtangebot für sämtliche Aktien des Konzerns abgeben.

Kontrolliert ein einzelner Aktionär mindestens 30 Prozent der Stimmrechte, gilt er als bestimmender Eigentümer und hat die gesetzliche Pflicht, den Miteignern ein Übernahmeangebot zu machen. Continental ist an der Börse derzeit rund 10,6 Milliarden Euro wert. Von der BaFin und Conti war zunächst dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

In dem am Montag verschickten Brief rechnet die Continental-Seite nach den Zeitungsinformationen vor, dass die Schaeffler-Gruppe bereits 2,99 Prozent der Aktien besitzt und über mehrere Optionen Zugriff auf insgesamt 36 Prozent hat. Zudem habe Schaeffler Continental mitgeteilt, mehr als 30 Prozent der Aktien auch tatsächlich erwerben zu wollen und eine Finanzierungsbestätigung der Royal Bank of Scotland vorgelegt. Ob die BaFin allerdings der Argumentation des Konzerns folgt, dass der Besitz von Optionen gleichzusetzen ist mit dem Besitz von Aktien, gilt als unsicher. Nach "FTD"-Informationen hat die Behörde intern bereits eine Untersuchung eingeleitet.

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