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Präzisions-Wunder

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Seiko und Citizen haben die Uhrentechnik revolutioniert. Bei den Elektronik-Analoguhren geben die Japaner immer noch den Takt vor.

19.04.2007 Alf Cremers Powered by

"Eines Tages werden alle Uhren so gebaut." Diese versteckte Drohung an die konservative Schweizer Uhrenindustrie prägte den Seiko-Slogan in den siebziger Jahren.

Entwicklungswettkampf in Fernost

Die beiden großen japanischen Hersteller Seiko und Citizen diktierten damals das hochfrequente Innovationstempo bei den Armbanduhren. Maß der Zeitmess-Dinge sind bis heute jene 32.768 Hertz, mit denen ein Quarzkristall im Stromkreis schwingt. Citizen brachte 1976 die erste Serien- Armbanduhr Quartz Cryston mit Solarzellen heraus, welche die Batterielebensdauer auf vier Jahre verdoppelte.

Seiko konterte im Wettbewerb um die Meilensteine der Mikroelektronik 1983 mit einem unerhört formschönen Analog-Chronographen, der die Zeit bis auf die exakt ablesbare Zehntelsekunde genau stoppte und sogar Zwischenzeiten nahm. Split Second nennt man diese Funktion, selbst im fernen Mechanik-Reich der Rattrapanten aus dem Schweizer Vallée de Joux.

Heute vertraut Honda-Formel 1-Pilot Jenson Button auf den Seiko Retrograde- Chronographen aus der Sportura- Kollektion, der Stoppvorgänge bis zu einer Dauer von 120 Minuten auf die hundertstel Sekunde genau misst, allerdings mit einer Batterie als Energiequelle.


Generator am Handgelenk

Der auf 1.500 Exemplare limitierte Sportura Kinetic- Chronograph treibt die raffinierte und batterielose Seiko- Technologie des Generatorantriebs über einen konventionellen Rotor auf die Spitze. Energiequelle ist die Handbewegung. Citizen hat die Solartechnik bei den Armbanduhren inzwischen perfektioniert. Eco-Drive heißt das einmalige Prinzip, bei dem ein durchlässiges Zifferblatt das Licht ins Innere passieren lässt. Dort verwandelt eine Solarzelle aus Silizium die Lichtenergie in einen Mikrostrom, der einen miniaturisierten Akku speist.

Präzision im Takt des Quarzes

Trotz aller technischen Höhenflüge hat Seiko die Mikromechanik neu entdeckt. Das Spring-Drive- Kaliber mit dem fließenden Sekundenzeiger sieht so wunderbar kompliziert aus wie ein mechanisches Uhrwerk. Es verzichtet aber auf eine mechanische Hemmung und nutzt den unschlagbar präzisen Quarzkristall als Quell des Zeitimpulses.

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