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Umfrage zum Thema "Erste Hilfe"

Jeder zweite Autofahrer zögert

Jeder zweite Autofahrer zögert bei Erster Hilfe am Unfallort. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volvo

Die Mehrheit der Deutschen ist dazu bereit, am Unfallort Erste Hilfe zu leisten. Dennoch zögern viele Autofahrer, bevor sie einschreiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Umfrage der Dekra.

07.01.2014 auto motor und sport

Vor allem aus Angst, etwas falsch zu machen, zögern viele deutsche Autofahrer, Erste Hilfe zu leisten. Das gaben die meisten der 1.350 von der Dekra befragen Personen an. Der zweithäufigste Grund für das Zögern am Unfallort (29 Prozent) sei ein weit zurückliegender Erste-Hilfe-Kurs. 15 Prozent der Befragten hätten Angst, sich mit HIV oder Hepatitis anzustecken. Fünf Prozent nennen Termindruck und Eile als mögliche Beweggründe, Erste Hilfe zu verweigern.

Nur 2/3 trauen sich Wiederbelebungsmaßnahmen zu

Obwohl jeder zweite Autofahrer laut Dekra-Umfrage zögert, bevor er am Unfallort anhält und zur Tat schreitet, bekunden 86 Prozent der Befragten ihre generelle Bereitschaft, auch bei einem schweren Unfall Erste Hilfe zu leisten. Allerdings würden schwere Verletzungen der Unfallbeteiligten die meisten Helfer vor eine schwere Aufgabe stellen: Nur zwei Drittel der Studienteilnehmer trauen sich nach eigenen Angaben zu, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Einen Verband anlegen könnten hingegen 89 Prozent der Autofahrer, die stabile Seitenlage beherrschen 91 Prozent und Verletzte zu beruhigen, trauen sich 96 Prozent der Befragten zu.
 
Stimmen die in der Befragung getätigten Aussagen tatsächlich mit der Realität überein, hat sich die Bereitschaft, Erste Hilfe zu leisten, in den letzten Jahren erhöht. Bei einem Praxistest des ARD-Ratgebers "Auto + Verkehr" im Jahr 2008 fuhren nämlich noch sieben von acht Autofahrern an der gestellten Unfallszene vorbei, ohne zu helfen.

Erste-Hilfe-Kurse liegen häufig zu lange zurück

Laut Dekra-Umfrage haben nur 51 Prozent der Autofahrer in den letzten fünf Jahren einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, bei jedem Zweiten liegt die Schulung mehr als sechs Jahre zurück. 16 Prozent der Befragten geben sogar an, vor mehr als zwanzig Jahren den letzten Kurs über lebensrettende Sofortmaßnahmen absolviert zu haben. Organisationen wie Dekra, ADAC und DRK appellieren daher immer wieder an Autofahrer, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen.

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