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Opel

Autoexperte Dudenhöffer lehnt Einladung ab

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer Foto: dpa

Der Automobilexperte Professor Ferdinand Dudenhöffer hat die Einladung von Opel-Betriebsratschef Klaus Franz abgelehnt, mit den Opel-Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung am 20. März in Rüsselsheim über seine umstrittenen Äußerungen zum Überleben von Opel zu diskutieren.

30.12.2008 Harald Hamprecht

Betriebsrat warf Dudenhöffer Panikmache vor

Dudenhöffer schlug die Einladung in einem Brief an Franz aus - mit dem Hinweis auf die Erklärung der Betriebsratschefs der vier deutschen Opel-Werke von Mitte Dezember. Darin hatten die vier Opel-Betriebsratschefs Dudenhöffer "unverantwortliche Panikmache" und "mangelnde Sachkenntnis" vorgeworfen. Anlass war unter anderem Dudenhöffers Aussagen über eine drohende GM-Pleite "vor oder kurz nach Weihnachten", sofern staatliche Hilfen ausbleiben, was auch Opel in die Insolvenz treiben könne.

Franz: "Wir brauchen Ihre Belehrungen nicht"

Die Absage Dudenhöffers quittiert Franz mit Unverständnis. In einem Schreiben an Dudenhöffer, das auto motor und sport vorliegt, erklärt Franz: "So einfach sollten Sie es sich nicht machen, unsere Einladung zur Betriebsversammlung auszuschlagen und stattdessen die Betriebsratsvorsitzenden zu Ihnen an die Universität einzuladen. Nach Ihren inkompetenten Kommentaren zu Opel benötigen wir keine Belehrungen von Ihnen im wissenschaftlichen Bereich", so Franz.

"Sie haben, ohne Fakten und Beweise zu nennen, Opel und damit die Beschäftigten der Standorte angegriffen. Dafür sollen Sie vor der Belegschaft Rechenschaft ablegen."

Dudenhöffer sieht Entspannung für Opel

Dudenhöffer verteidigt sich auf Anfrage von auto motor und sport: "Wenn man schon in Form von Beleidigungen eingeladen wird, macht es keinen Sinn, eine solche Einladung für einen "show down" anzunehmen." Zur Lage von Opel und GM sagt der Professor der Universität Duisburg-Essen: "Für GM und Chrysler wird es sicher auch nach der staatlichen Unterstützung kein einfaches Jahr." Für Opel sehe er "eine wichtige Entspannung der Situation" - nicht zuletzt aufgrund der "guten Tests und Verkäufe" des neuen Insignia .

Franz indes kritisiert Dudenhöffer als "Opportunisten". Bestes Beispiel seien Dudenhöffer jüngste Äußerungen zum Thema Benzinpreise, die zu niedrig seien; Autohersteller hätten nun kein Interesse mehr an der Entwicklung energiesparender Automobile und Techniken. "Genau das unterscheidet die deutschen Hersteller von den Amerikanern", so Franz.

"Die deutschen Hersteller machen ihre Technologieentwicklung eben nicht von den aktuellen Benzinpreisen abhängig. Sie haben sich langfristige Ziele gesetzt und darauf die Forschung und Entwicklung ausgerichtet. Forschungsetats richten sich nicht nach dem hektischen Auf und Ab an den Zapfsäulen."

Franz fordert CO2-basierte Kfz-Steuer

Franz fordert in diesem Zusammenhang, endlich die CO2-basierte Kfz-Steuer einzuführen. "Die Bundesregierung und die Länder sollten keine Zeit mehr verlieren, die CO2-basierte Kfz-Steuer umgehend einzuführen. Darin sind sich die Vorstandschefs aller Autohersteller, die Betriebsratsvorsitzenden und die IG Metall einig."

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