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UMTS-Handys

Autofahrer fordern sinnvollen Service

Autofahrer wünschen sich nach einer Studie vom künftigen UMTS-Mobilfunkstandard vor allem Dienste, die Sicherheit vermitteln.

20.09.2001

Autofahrer wünschen sich vom künftigen UMTS-Mobilfunk vor allem Sicherheit vermittelnde Dienste wie die Standortanzeige und die Hilfeanforderung in Notsituationen. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie im Auftrag der Zeitschrift connect. Die Meinungsforscher hatten im vergangenen Sommer 960 Menschen ab 14 Jahren zum "UMTS-Konsumklima" befragt, mehr als 80 Prozent davon waren Autofahrer. Die Studie wurde am Dienstag (18.9.2001) in Ludwigsburg auf dem ersten connect-Kongress zum Mobilfunk der Zukunft der Öffentlichkeit vorgestellt.

UMTS soll Mobilfunk schneller und komfortabler machen

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist der Übertragungsstandard, der die so genannte dritte Mobilfunk-Generation einleiten und schnelle mobile Datenkommunikation ermöglichen soll: Über UMTS lassen sich Sprache, Bild und Text-Daten mit einer Geschwindigkeit bis zu zwei Megabit pro Sekunde etwa auf ein Handy oder auf einen Bildschirm im Fahrzeug übermitteln. Die Übertragung ist bis zu 30 Mal schneller als ISDN und bis zu 200 Mal schneller als heutige so genannte WAP-Handys. Das würde auch Übertragungen von bewegten Bildern in Farbe erlauben. In Deutschland soll der Standard 2002 zur Verfügung stehen. Siemens-Mobile-Vorstand Lothar Pauly sagte auf dem connect-Kongress, dass der Vorteil von Diensten über die neue Technik darin liege, dass ihr Einsatz "lokal, zeitnah und persönlich" sein könne.

Informationen in Notfällen am meisten gefragt

Jochen Hansen, Projektleiter am Institut für Demoskopie Allensbach, nannte gegenüber autouniversum als wichtigste Erkenntniss aus der Befragung, dass die dritte Mobilfunkgeneration "überdurchschnittlich reizvoll" vor allem für "hoch motivierte, intensive und technikbegeisterte Handynutzer" sei. Interessant sind für 79 Prozent der Befragten vor allem Dienste zum Thema "Hilfe und Sicherheit": Schnelle und verlässliche Informationen bei Unfällen und Notsituationen oder Warnsymbole bei Gefahr, etwa indem in Sichthöhe des Autofahrers ein Hinweis eingeblendet wird. 69 Prozent sind von der schnelleren und besseren Bild- und Tonübertragung sowie den neuen Unterhaltungsmöglichkeiten begeistert, die UMTS bringen soll. Auf großes Interesse stoßen auch Standort-Dienste ("Location based services"), die für rund 54 Prozent der Befragten besonders nützlich auf Reisen sein können. Berufliches, beispielsweise auf Dokumente am Arbeitsplatz zugreifen zu können oder die mobile Videokonferenz, spielt offenbar keine so große Rolle (20 Prozent).

Ängste und Befürchtungen sind ernst zu nehmen

Netzbetreiber und Service Provider sollten sich demnach auf Anwendungen konzentrieren, die von den meisten als interessant und nützlich empfunden werden. Dazu gehöre durchaus, sich auf Bewährtes zu besinnen, wie etwa Messagingdienste mit UMTS. Diese würden durch die neue Technik "attraktiver, komfortabler und moderner" wirken. Unterschätzen sollte man nach Auffassung der Demoskopen auch die vielfach geäußerten Bedenken gegenüber möglichen Gesundheitsrisiken durch Mobilfunkstrahlen und Sendemasten nicht: "Diese Befürchtungen werden von vielen geteilt", betont Meinungsforscher Hansen.

Die ersten UMTS-Handys sollen zur CeBIT im März 2002 gezeigt werden und nach Expertenmeinung ohne Vertragsbindung unter 1.000 Mark kosten. Die sukzessive Einführung im Massenmarkt soll ab etwa 2003 erfolgen.

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