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Umweltprämie

Der Staat verdient am Abwrackbonus

Verschrottungsprämie Foto: dpa 17 Bilder

Eine Verlängerung der staatlichen Umweltprämie würde die öffentliche Hand kein zusätzliches Geld kosten. Nach Berechnungen von auto motor und sport auf Basis von Daten des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) verdient der Staat sogar deutlich an der Umweltprämie.

12.03.2009 Henning Busse

Die Steuermehreinnahmen werden eine Summe von 1,98 Milliarden Euro erreichen und damit deutlich über den Kosten der Prämie von 1,5 Milliarden Euro liegen.

Mehrwert- und Gewerbesteuer füllen die Kassen

Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer belaufen sich dank der durch die Abwrackprämie verkauften Autos auf rund 1,19 Milliarden Euro, hinzu kommen zusätzliche Einnahmen in Höhe von 790 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer.

Bei den Berechnungen stützt sich auto motor und sport auf den Wert der bislang durch die Umweltprämie verkauften Neu- und Jahreswagen. So liegt der Wert der in Verbindung mit der Prämie gekauften Neuwagen laut ZDK im Schnitt bei 11.000 Euro, der Wert der Jahreswagen liegt bei 16.500 Euro. Gemessen an den Stückzahlen erreichen Neuwagen einen Anteil von 75 Prozent. Hochgerechnet auf 600.000 Verkäufe nimmt der Staat bei Verkauf von 450.000 Neuwagen rund 790 Millionen Euro Mehrwertsteuer ein. Bei 150.000 verkauften Jahreswagen beläuft sich die Mehrwertsteuer auf 395 Millionen Euro. Zusammen gerechnet steigen die Mehrwertsteuereinnahmen damit auf zusätzlich 1,19 Milliarden Euro.

Auch die Kommunen verdienen mit

Von dem Absatzwachstum profitieren aber auch die Kommunen. Bei einem Gesamtumsatz von 7,43 Milliarden Euro aus 600.000 Autokäufen führt jedes der 39.500 Autohäuser in Deutschland durchschnittlich zusätzlich 20.000 Euro Gewerbesteuer ab, was zusätzliche Steuereinnahmen von 790 Millionen Euro bedeutet. Bei den Berechnungen wurden weitere Extra-Einnahmen aus anderen Steuerarten aufgrund der Umweltprämie nicht eingerechnet.

VW profitiert am stärksten

Auch nach neuesten Zahlen profitiert Volkswagen am stärksten von der Umweltprämie. Nach Recherchen von auto motor und sport hat VW bis Anfang März 90.000 Kaufverträge aufgrund der Abwrackprämie abgeschlossen. Da hinter folgen Skoda mit 49.000 Verträgen, Opel (40.000), Fiat (30.000), Renault/Dacia (30.000) und Ford (28.000). Dahinter liegen die Importeure Peugeot, Nissan und Toyota mit jeweils 20.000 Verträgen.

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