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Unfallstatistik 2008

So wenig Verkehrstote wie noch nie

Foto: dpa

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen sinkt bis zum Ende des Jahres nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes auf einen historischen Tiefstand.

12.12.2008

Rund 4.600 Menschen werden bis dahin ums Leben gekommen sein, etwa sieben Prozent weniger als 2007. Dies wäre die niedrigste Zahl an Unfallopfern seit Einführung der Statistik im Jahr 1953. Der Höchststand lag 1970 bei über 21.000 Verkehrstoten - fast fünfmal so viel wie heute. Dennoch dürfe nicht vergessen werden, "dass immer noch durchschnittlich 13 Menschen täglich ihr Leben im Straßenverkehr verlieren", sagten die Statistiker am Freitag in Wiesbaden weiter. Mehr als 1.100 Menschen werden täglich verletzt.

Als Gründe für den weiteren Rückgang der Unfallopfer nennt das Bundesamt die höhere Fahrzeug- und Verkehrssicherheit sowie die bessere Notfallversorgung. 407.000 Menschen werden 2008 laut Prognose, die auf Eckdaten der ersten zehn Monate dieses Jahres beruht, voraussichtlich auf deutschen Straßen verletzt. Dies wären annähernd sechs Prozent weniger als im Jahr 2007. Die polizeilich erfassten Unfälle insgesamt dürften in diesem Jahr um gut zwei Prozent auf 2,28 Millionen zurückgehen.

Die Zahl der getöteten Motorradfahrer wird nach den Schätzungen in diesem Jahr wieder sinken. Von Januar bis August 2008 kamen 496 Motorradbenutzer ums Leben, 23 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch mit Autos wurden von Januar bis August dieses Jahres fast zehn Prozent (176) weniger Menschen tödlich verletzt. Dagegen verloren mehr Menschen als im Vorjahr ihr Leben auf Mofas, Mopeds und Fahrrädern. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden 321 Radfahrer (plus 2,6 Prozent) und 77 Mofa-/Mopedbenutzer (plus 15 Prozent) bei Unfällen getötet.

Wie im Vorjahr wird auch in diesem Jahr die Zahl der Getöteten auf Autobahnen voraussichtlich stärker abnehmen als auf Landstraßen oder innerörtlichen Straßen. Weiterhin rückläufig seien 2008 Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit oder unter Alkoholeinfluss, hieß es.

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