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Unfallstatistik 2009 - neuer Tiefstand

Zahl der Verkehrstoten auf neuem Tiefstand

Kreuz, Unfalltote, Straßenkreuz Foto: dpa

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist im Jahr 2009 auf einen historischen Tiefstand gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden kamen in 2009 im Straßenverkehr 4.160 Menschen ums Leben.

03.03.2010 Uli Baumann

Das waren 317 Getötete oder 7,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damit hat sich auch im Jahr 2009 die positive Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt: die Zahl der Getöteten erreichte den niedrigsten Stand seit 1950. Gleichwohl verloren immer noch durchschnittlich elf Menschen pro Tag im Straßenverkehr ihr Leben. Die Zahl der Personen, die bei Unfällen schwer oder leicht verletzt wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf rund 397.900 Personen verringert.

Unfallzahlen sind 2009 gestiegen

Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle ist trotz sinkender Verunglücktenzahl im vergangenen Jahr leicht gestiegen, und zwar um 0,5 Prozent auf 2,30 Millionen. Während die Unfälle mit Personenschaden um 3,0 Prozent auf 310.900 gesunken sind, wurden mehr Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (plus 1,1 Prozent auf 1,99 Millionen) verzeichnet.

Mehr Verkehrstote als im Vorjahr wurden im Jahr 2009 nur in Mecklenburg-Vorpommern (plus 19 Prozent oder 25 Personen), in Bremen (plus 8,3 Prozent oder 1 Person) und im Saarland (plus 4,7 Prozent oder 2 Personen) gezählt. In den übrigen Bundesländern starben im Vergleich zum Vor­jahr weniger Menschen im Straßenverkehr. Prozentual am stärksten zurückgegangen ist die Zahl der Verkehrstoten in Sachsen-Anhalt (minus 26 Prozent oder 59 Personen), in Sachsen (minus 21 Prozent oder 51 Personen) und in Thüringen (minus 20 Prozent oder 37 Personen).

Auf die Zahl der Einwohner bezogen starben in Deutschland im vergangenen Jahr 51 Personen je eine Million Einwohner. Nicht nur in den Stadtstaaten Berlin (14), Hamburg (19) und Bremen (20), sondern auch in Nordrhein-Westfalen (34) wurden wesentlich weniger Personen je eine Million Einwohner bei Straßenverkehrsunfällen getötet als im Bundesdurchschnitt. Weit über dem Durchschnitt lagen nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern mit 94 und Brandenburg mit 80 Todesopfern je eine Million Einwohner.

Der Winter ließ im Dezember die Unfallzahlen nochmal ansteigen

Im Dezember 2009 erfasste die Polizei in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 210.700 Straßenverkehrsunfälle, 3,5 Prozent mehr als im Dezember 2008. Aufgrund des Wintereinbruchs ereigneten sich im Dezember 2009 vor allem mehr Unfälle mit Sachschaden, diese sind gegenüber Dezember 2008 um 4,2 Prozent auf 188.200 gestiegen. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 2,3 Prozent auf rund 22.500 zurückgegangen. Bei diesen Unfällen kamen 302 Menschen ums Leben, 9,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Weitere 29.000 Personen (minus 2,9  Prozent) wurden verletzt.

LandAnzahlggü Vj. (%)insges.Veränderung ggü. Vorjahr (Anzahl)
Baden-Württemberg47.437-4,5535-16
Bayern70.632-1,8784-4
Berlin16.210-8,348-7
Brandenburg10.877-0,1202-20
Bremen3.7840,2131
Hamburg9.999-6,833-7
Hessen30.097-1,0308-10
Meck.-Vorpommern7.977-4,315725
Niedersachsen44.054-1,3542-53
Nordr.-Westfalen78.988-2,3614-80
Rheinland-Pfalz20.414-3,2224-3
Saarland5.694-5,0452
Sachsen18.238-4,3192-51
Sachsen-Anhalt11.520-6,4164-59
Schleswig-Holstein15.508-2,2139-10
Thüringen9.805-5,9148-37
Deutschland402.026-2,84.160-317
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