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Untersuchung Unfallrisiko

Radio, Telefon und Navi lenken am meisten ab

Toyota Avensis Foto: Toyota

Interessante Radiobeiträge, das Annehmen von Telefongesprächen und das Ablesen des Navigators lenken Autofahrer am stärksten vom Verkehrsgeschehen ab.

08.03.2012 auto motor und sport

In einer aktuellen Studie des Versicherungskonzerns Allianz gaben 34 Prozent der Autofahrer zu, dass sie sich von spannenden Radiobeiträgen häufig oder sogar sehr häufig ablenken lassen. Dahinter folgt mit 30 Prozent das Annehmen eines Telefongespräches mit der Freisprechanlage, 26 Prozent fühlen sich häufig oder sehr häufig durch das Ablesen der Informationen des Navigationsgerätes abgelenkt, 23 Prozent durch angeregtes Musikhören. Befragt wurden für die repräsentative Studie Autofahrer in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Allianz-Experte: Wir fühlen uns im Auto viel zu wohl

Nach Angaben von Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrums für Technik, steigt das Unfallrisiko beim Telefonieren auf das Zwei- bis Dreifache. Problematisch für die Verkehrssicherheit sei vor allem, dass gerade Fahranfänger überproportional häufig zum Handy greifen. Dabei ist Telefonieren während der Fahrt offenbar die Regel, wird aber von den Fahrern irrtümlich nicht als Ablenkung eingestuft. In der Allianz-Studie geben 40 Prozent der Autofahrer zu, am Steuer zu telefonieren. Hinzu kommen 43 Prozent, die dazu eine Freisprecheinrichtung nutzen. Einen Einfluss auf ihre Fahrleistung hat das nach Meinung der meisten Studienteilnehmer allerdings kaum.

Problematisch ist aber nicht nur das Telefonieren. Stark ablenkend wirken auch die neuen Möglichkeiten der Smartphones. 30 Prozent geben in der Befragung an, SMS oder E-Mails unterwegs zu lesen, 20 Prozent tippen sogar während der Fahrt Kurznachrichten ins Mobiltelefon. Selbst praktische Extras wie die im Navigationsgerät verfügbaren Staumeldungen bieten neue Ablenkung, wenn man die in Frage kommenden Streckenabschnitte unterwegs sucht.

Lauterwasser führt die vielfältigen Ablenkungen darauf zurück, dass sich die Autofahrer in ihren Autos so wohl fühlen, dass sie sich zu Nebentätigkeiten verleiten lassen. "Wenn wir uns im Auto wie zu Hause fühlen, machen wir Dinge, die nicht dorthin gehören." Wie stark man sich irritieren lässt, ist laut Studie keine Frage des Geschlechts: Männer und Frauen liegen auf einem ähnlichen Niveau. Allerdings lassen sich Frauen und Männer von ganz unterschiedlichen Nebentätigkeiten ablenken.  Männer spielen im Vergleich häufiger an Navi (29 Prozent) oder Freisprechanlage (24 Prozent). Frauen beschäftigen sich dafür oft mit dem Nachwuchs (40 Prozent) und schminken sich schon mal am Steuer.

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