Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Urteil

Argwöhnisch kaufen

Foto: Archiv

Wenn der Kaufpreis für ein Auto deutlich unter dem Listenpreis liegt, müssen potenzielle Käufer misstrauisch werden. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Bremen müssen sie damit rechnen, dass es sich um einen gestohlenen Wagen handelt.

09.10.2006

Sie müssen dann unter Umständen Schadenersatz an den ursprünglichen Besitzer zahlen, berichtet die in Köln erscheinende "Monatsschrift für Deutsches Recht". Unerheblich ist nach dem Urteil, ob der Verkäufer im Besitz des Fahrzeugbriefes ist. Das allein schließe einen Diebstahl nicht aus, so das Gericht (Az.: 1 U 42/059).

Das OLG gab der Schadenersatzklage eines Fahrzeugeigentümers gegen den Käufer seines Wagens statt. Der Käufer hatte den Wagen für 44.800 Euro erworben, obwohl sich der Listenpreis auf 80.000 Euro belief. Der Käufer selbst verkaufte den Wagen später für 65.500 Euro weiter. Nach dem OLG-Urteil musste er nun den größten Teil des Erlöses, insgesamt 55.800 Euro, an den ursprünglichen Eigentümer abgeben.

Das OLG schenkte den Angaben des Käufers, er habe nichts von dem Diebstahl des Wagens geahnt, keinen Glauben. Zumindest hätte er schon wegen des Kaufpreises Verdacht schöpfen müssen. Die Richter sahen ihn daher als bösgläubig und damit schadenersatzpflichtig an.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige