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Urteil

Kein Handy-Diktat am Steuer

Foto: dpa

Das Verbot der Handybenutzung während der Autofahrt gilt auch, wenn das Mobiltelefon nur für ein Diktat benutzt wird. Das geht aus einem Urteil des Thüringer Oberlandesgerichts hervor (Az. 1 Ss 82/06), das die Inanspruchnahme sämtlicher Bedienfunktionen eines Mobiltelefons mit einschließt.

05.07.2006

Zwei thüringische Polizisten stoppten einen 43-jährigen Autofahrer, der während der Fahrt in sein Mobiltelefon sprach und brummten ihm eine Geldstrafe von 40 Euro sowie einen Punkt in Flensburg auf. Die Ordnungshüter ignorierten die Angaben des Mannes, das Handy wegen fehlender SIM-Karte nicht als Telefon, sondern lediglich als Diktiergerät eingesetzt zu haben.

Das Thüringer Oberlandesgericht stimmte ihnen jetzt zu. Die Straßenverkehrsordnung verbiete ganz allgemein "die Benutzung" von Mobiltelefonen am Steuer, was auch auch für den Einsatz als Diktiergerät gelte. Durch das Verbot solle gewährleistet werden, dass der Autofahrer während der Benutzung des Mobil- oder Autotelefons beide Hände frei habe. Zudem könne der Einsatz des Handys zum Diktieren in noch stärkerem Maße ablenken als ein Telefonat.

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