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US-Absatz

BMW und Porsche melden Rekorde

Die beiden deutschen Autohersteller BMW und Porsche haben im vergangenen Jahr auf dem weltweit wichtigsten Automarkt USA so viele Autos verkauft wie nie zuvor.

05.01.2005

BMW steigerte den Absatz in Nordamerika um sieben Prozent auf 296.111, Porsche vor allem Dank des Geländewagens Cayenne um elf Prozent auf 33.289 Fahrzeuge. Das teilten die beiden Hersteller am Dienstag (4.1.) mit.

Daimler-Chrysler verbesserte den US-Absatz 2004 um drei Prozent auf 2.427.634 Fahrzeuge. Bei Mercedes gab es lediglich einen leichten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr von 218.717 auf 221.610 Autos. Die US-Hersteller General Motors und Ford büßten auf ihrem Heimatmarkt erneut Absatz und Marktanteile ein - obwohl sie Rekordsummen für Kaufanreize ausgaben.

Dank der Modellwechsel verbuchte Daimler-Chrysler im Dezember einen Schlussspurt: Die Verkaufszahlen des Konzerns legten um elf Prozent auf 225.887 Fahrzeuge zu. Mercedes steigerte den Absatz um 23 Prozent auf 26.607 Autos, teilte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mit. Bei der US-Tochter Chrysler gab es ein Plus von fünf Prozent auf 199.280 Einheiten.

BMW mit neuem Rekordabsatz, VW und Audi im Minus

BMW steigerte im Dezember in Nordamerika seinen Absatz um 18 Prozent auf 29.292 Fahrzeuge. Die Tochter Mini verkaufte zwischen Januar und Dezember 36.032 Autos (Vorjahr: 36.010). Porsche musste im Dezember wegen des schwachen Boxster ein Minus von zwei Prozent auf 2.837 Autos hinnehmen. Im Gesamtjahr war der Geländewagen Cayenne mit einem Plus von 40 Prozent aber erneut der Erfolgsgarant. Porsche macht mehr als 40 Prozent seines Umsatzes in Nordamerika.

VW musste trotz einer deutlichen Steigerung bei den Verkaufszahlen im Dezember 2004 - insgesamt wurden in den USA 21.469 Pkw verkauft, was einem Anstieg von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht - im Kalenderjahr 2004 einen Rückgang von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Insgesamt konnte VW auf dem amerikanischen Markt 256.111 Fahrzeuge abgesetzen.

Anders als der Mutterkonzern konnte Audi im Dezember 15,8 Prozent weniger Fahrzeuge absetzen als im Vorjahreszeitraum. Im Dezember verringerte sich der Absatz somit auf 7.650 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr 2004 ging der Fahrzeugabsatz um 9,8 Prozent auf 77.917 Einheiten zurück.

Die angeschlagene japanische Mitsubishi Motors Corp erlitt einen dramatischen Absatzeinbruch. Insgesamt wurden 161.609 Fahrzeuge verkauft, ein Rückgang um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte MMC mit. Im Dezember setzte Mitsubishi 11.151 Fahrzeuge ab - ein Minus von 39,3 Prozent. Daimler-Chrysler hält noch eine Beteiligung von rund 20 Prozent an MMC.

Deutsche verlieren knapp, Markt legt zu

Trotz eines kräftigen Jahresendspurts ist der US-Absatz der deutschen Autohersteller 2004 insgesamt leicht um 3,3 Prozent auf 883.222 Autos geschrumpft. Der US-Gesamtabsatz aller Autokonzerne erhöhte sich 2004 um 1,4 Prozent auf mehr als 16,9 Millionen Autos. Die japanischen Hersteller Toyota, Honda und Nissan waren sehr stark. Für 2005 erwarten Autoanalysten rund 17 Millionen amerikanische Neuwagenkunden.

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