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US-Absatz

Gemischte Bilanz

Die deutschen Autokonzerne haben auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt im August eine gemischte Bilanz erzielt. Während BMW und Porsche rückläufige Absatzzahlen hinnehmen mussten, konnten Mercedes, Audi und Volkswagen zulegen.

04.09.2006

Auch Ford und Chrysler mussten Absatzrückgänge verbuchen, während General Motors zulegen konnte. Der schärfste Rivale der amerikanischen "Großen Drei", der japanische Autokonzern Toyota, überragte im August mit einem Plus von 17 Prozent, Nissan und Honda registrierten dagegen einen Rückgang um 2,7 Prozent bzw. 3,2 Prozent. Die koreanische Marke Hyundai gewann sechs Prozent.

Mercedes-Benz USA steigerte die Auslieferungen im Vergleich zum August 2005 um 6,9 Prozent auf 20.602 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten wurden 157 128 Wagen (plus 13 Prozent) ausgeliefert. Die amerikanische Chrysler Group (Chrysler, Jeep, Dodge) setzte im August allerdings mit 179.165 Stück 4,2 Prozent weniger ab als ein Jahr zuvor. Zwischen Januar und August verlor Chrysler zehn Prozent auf rund 1,62 Millionen Stück.

BMW musste einen Rückgang um elf Prozent auf 25.673 Fahrzeuge hinnehmen. Die Marke BMW sackte um zwölf Prozent auf 22.421 Stück ab, der Mini um elf Prozent auf 3.252 Fahrzeuge. Den stärksten Einbruch verzeichnete BMW mit den Geländewagen, deren Absatz um 35 Prozent auf 5.368 Stück zurückging. Die Münchner begründeten dies mit der nahenden Einführung des neuen Geländewagen X5.

In den acht Monaten seit Jahresbeginn legte der Absatz beider Konzernmarken insgesamt um drei Prozent auf 206.530 Wagen zu. Dabei wurden mit 179.724 BMW-Autos fünf Prozent mehr verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz von Minis sank dagegen um acht Prozent auf 28.983 Stück. Seit Jahresbeginn verkaufte BMW 39.474 Geländewagen, 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Golf pusht VW

VW legte im August um 1,5 Prozent auf 23.420 Fahrzeuge. Als Erfolg wertete der Autobauer vor allem die Verkaufszahlen des erst Anfang Sommer unter dem traditionellen Namen "Rabbit" eingeführten Golf, von dem VW 1.983 Stück absetzte. Bei den beiden wichtigsten VW-Modellen in den USA, Jetta und Passat, gab es allerdings Rückschläge. Vom Jetta wurden insgesamt 9.870 Fahrzeuge verkauft (minus vier Prozent). Beim Passat ging es um 12,7 Prozent auf 5.205 Fahrzeuge nach unten. Von Januar bis August sind die Verkaufszahlen vom Jetta um fast elf und vom Passat um mehr als 36 Prozent gestiegen. Insgesamt legte VW in den ersten acht Monaten um 14,7 Prozent auf 162.092 Fahrzeuge zu.

Audi kam im August mit 7.115 Autos auf ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten 2006 brachte Audi 54.575 Wagen (plus 5,4 Prozent) auf dem amerikanischen Markt unter. Vom neuen Geländewagen Q7 wurden im August 777 Stück verkauft.

Porsche verkaufte im August in Nordamerika 2.554 Wagen, zwölf Prozent weniger. Zulegen konnte konnten die Boxster-Modelle von 661 auf 827 Stück; darunter 548 Cayman S. Beim Cayenne sanken die Auslieferungen von 1.154 auf 735 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten gab es insgesamt einen Zuwachs von elf Prozent auf 25.599 Einheiten.

GM gegen den Abwärtstrend

Der US-Autokonzern Ford hat im August in den Vereinigten Staaten vor allem wegen des Rückgangs bei Geländewagen (SUV) und Pick-Ups mit 255.112 Fahrzeugen, 11,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor abgesetzt. Auch Ford will wegen der Lagerbestände im Schlussquartal die Fertigung um 168.000 Wägen oder 21 Prozent kürzen.

Der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) hat auf seinem Heimatmarkt im August acht Prozent mehr Fahrzeuge als ein Jahr zuvor ausgeliefert. Der Absatz stieg auf 368.776 Stück. GM verdanke diesen Zuwachs der Markteinführung verschiedener neuer Modelle. Die Marken Chevrolet, GMC, Cadillac, Saab und Buick hätten alle zu dem Absatzplus im August beigetragen, hieß es. GM will im vierten Quartal die Nordamerika-Produktion im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12 Prozent oder 150.000 Stück senken.

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