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US-Absatz

Massiver Einbruch im September

Foto: ams

Die Autobauer haben im September auf dem wichtigen US-Markt einen kräftigen Absatzeinbruch erlitten. Hintergrund ist die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts von Finanzkrise und hohen Spritpreisen.

02.10.2008

Auch die deutschen Konzerne konnten sich diesem Trend nicht entziehen. So musste die BMW-Gruppe einen Absatzrückgang um rund 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Bei Daimler ging der Absatz bei der Kernmarke Mercedes-Benz um 16,4 Prozent zurück. Noch härter traf es Porsche, Ford und auch Toyota.

VW und Audi nur leicht im Minus

Volkswagen verzeichnete einen merklichen Absatzrückgang, allerdings fiel das Minus nicht so deutlich aus wie bei anderen Konzernen. Die Verkäufe der Kernmarke VW seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 17.109 zurückgegangen, teilte der Konzern am Mittwochabend (1.10.) mit. Durch gute Verkäufe zu Jahresbeginn ergibt sich von Januar bis September allerdings noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. "Das ist die schwierigste Wirtschaftslage, die wir seit langer Zeit gesehen haben", sagte der für das operative Geschäft zuständige US-Manager Mark Barnes. Die VW-Tochter Audi konnte sich etwas besser halten. Insgesamt lieferte Audi of America in dem Monat 7.584 Fahrzeuge aus, 5,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Härter traf es in den USA den BMW-Konzern. Insgesamt seien 18 506 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini verkauft worden, 25,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt lag der US-Absatz damit in diesem Jahr bei 236.327 Fahrzeugen, dies ist ein Minus von 4,8 Prozent. Auch der Konkurrent Daimler konnte jenseits des Atlantiks nicht glänzen. Insgesamt habe die Marke in dem Monat in den USA 18.779 Fahrzeuge verkauft, teilte Daimler mit. Das sind 16,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Insgesamt lag der US-Absatz damit in diesem Jahr bei 177.298 Fahrzeugen. Dies ist ein Rückgang von 1,6 Prozent. Bei Porsche setzte sich der Abwärtstrend auf dem wichtigen Nordamerika-Markt fort. Die Verkäufe seien um 44 Prozent auf 1.558 zurückgegangen, hieß es in Stuttgart. 1.458 Autos wurden in den USA ausgeliefert, 100 in Kanada. Porsche begründete den Rückgang vor allem mit dem Modellwechsel beim Klassiker 911. Die neue Generation war erst am 20. September herausgekommen.

Für die US-Konzerne geht es weiter bergab

Die US-Konzerne konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen. Beim US-Autobauer Ford brach der Absatz um 34,6 Prozent auf 120.788 Fahrzeuge ein. General Motors (GM) verzeichnete ebenfalls einen Absatzeinbruch. Insgesamt habe der Konzern in dem Monat 282.806 Fahrzeuge ausgeliefert, 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Autobauer Toyota musste einen Absatzrückgang um 29,5 Prozent auf 144.260 Fahrzeuge hinnehmen. Bei den beiden US-Konzernen und den Japanern entpuppten sich vor allem spritfressende Pickups und Geländewagen als Ladenhüter.

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