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US-Absatz

Porsche hui, VW pfui

Licht und Schatten für die deutschen Autobauer in den USA: Während der VW-Absatz einbrach, fuhr Porsche im Mai zu einem neuen Rekord. Bei Mercedes-Benz und BMW war der Absatz leicht rückläufig. Auch die beiden US-Autobauer General Motors und Ford verkauften erneut weniger Fahrzeuge auf ihrem Heimatmarkt. Toyota setzte dagegen seinen Siegeszug fort.

02.06.2005

Für die Wolfsburger Volkswagen AG brachte der Mai den deutlichsten Absatzeinbruch in diesem Jahr. Wie der Konzern am Mittwochabend (1.6.) mitteilte, brach der US-Absatz um 41,9 Prozent auf 16.297 Fahrzeuge ein. In den ersten fünf Monaten des Jahres betrug der Absatz 77.633 Neufahrzeuge - damit liegen die Wolfsburger um 25,1 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück. Kräftige Einbrüche verzeichnete Volkswagen im Mai wegen des Modellwechsels erneut beim Passat (minus 66 Prozent) und beim Jetta (minus 31,2 Prozent).

Auch die Volkswagen-Tochter Audi hat weniger Fahrzeuge in den USA verkauft als noch vor einem Jahr. Der Absatz sei um 6,1 Prozent auf 6.455 Fahrzeuge geschrumpft, teilte Audi of America mit. Damit verkaufte Audi in den ersten fünf Monaten dieses Jahres insgesamt 30.492 Fahrzeuge. Das ist ein Rückgang um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Porsche Boxster läuft gut

Porsche dagegen steigerte seinen Absatz in den USA und Kanada um 25 Prozent auf 3.567 Fahrzeuge und erzielte damit nach eigenen Angaben einen historischen Verkaufsrekord. Vor allem der Boxster verzeichnete mit einem Plus von 142 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen starken Wachstumsschub. Von der 911-er Baureihe wurden den Angaben zufolge 17 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft. Beim Cayenne ging der Absatz dagegen um sechs Prozent zurück.

Auch für den üblicherweise vom Erfolg verwöhnten Münchner Hersteller BMW war der Mai in Nordamerika kein Gewinnermonat. So ging der Absatz der gesamten Gruppe um 3,1 Prozent auf 26.926 Stück zurück. Dabei profitierte der Konzern noch von einem starken Absatz der Marke Mini (plus 16 Prozent), der Absatz der Marke BMW hingegen ging um 5,7 Prozent auf 23.048 Stück zurück.

Bei Daimler-Chrysler rutschten die Auslieferungen in den USA um zwei Prozent auf 232.386 ab. Die Marke Mercedes-Benz verzeichnete dabei ein Minus von zwei Prozent auf 17.811 Fahrzeuge. Trotz des Absatzrückgangs rechnet Mercedes-Benz in den USA dank Neueinführungen wie etwa der M-Klasse und der R-Klasse mit einem Rekordjahr. Die US-Tochter Chrysler verzeichnete unterdessen einen Absatzrückgang von drei Prozent auf 214.575 Neufahrzeuge. Bereinigt um die zwei fehlenden Verkaufstage sei der Absatz jedoch sechs Prozent höher als noch im Vorjahr ausgefallen, hieß es.

GM und Ford schwach, Toyota stark

Auch der in die Krise geratene Autobauer General Motors (GM) setzte auf seinem Heimatmarkt erneut weniger Fahrzeuge ab. Die Nachfrageschwäche machte sich vor allem wieder bei den Nutzfahrzeugen, zu denen auch Geländewagen und Pickups zählen, bemerkbar. So sank der konzernweite US-Absatz auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 393.197 Stück. Dabei lagen die Truck-Verkäufe um sieben Prozent und der Pkw-Absatz um ein Prozent unter Vorjahr.

Der Ford-Absatz knickte unterdessen um elf Prozent auf 283.994 Neufahrzeuge ein. Auch dem zweitgrößten US-Autobauer bereitet der Truck-Absatz derzeit am meisten Probleme. So lieferte der Konzern von seinen Nutzfahrzeugen 13 Prozent weniger aus, der Pkw-Absatz rutschte um fünf Prozent ab.

Strahlender Sieger blieb damit die weltweite Nummer zwei, Toyota. Die Japaner setzten in den USA 201.493 neue Fahrzeuge und damit 7,8 Prozent mehr ab als noch vor einem Jahr.

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