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US-Absatz

Stagnation in 2005

Die deutschen Autobauer haben sich im vergangenen Jahr auf einem stagnierenden US-Markt gut behauptet und mit Ausnahme von Volkswagen ihren Absatz zum Teil deutlich gesteigert. Für die amerikanischen Anbieter war 2005 ein miserables Jahr, lediglich Chrysler konnte auf dem Heimatmarkt mehr Autos als im Jahr zuvor verkaufen.

05.01.2006

Von der Schwäche der US-Anbieter General Motors und Ford profitierten vor allem asiatische Hersteller wie Toyota, die ihren Marktanteil aufstocken konnten.

Insgesamt stieg der amerikanische Automobilabsatz 2005 geringfügig auf knapp 17 Millionen Autos. Das Geschäft litt unter brutalen Preiskämpfen, hohen Benzinpreisen sowie deutlichen Verkaufsrückgängen bei den großen Geländewagen, den Hauptgeldbringern für Detroit. Für 2006 rechnen die Automobilkonzerne mit einem gleich bleibenden oder leicht rückläufigen Absatz.

Den größten Zuwachs unter den deutschen Anbietern verzeichnete 2005 die VW-Tochter Audi, die ihren Absatz um 6,6 Prozent auf 83.066 Fahrzeuge steigerte. Der BMW-Konzern mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce legte um vier Prozent auf 307.020 Fahrzeuge zu und verkaufte so viel Autos wie noch nie zuvor. Bei der Kernmarke BMW stieg der Jahresabsatz um 2,4 Prozent auf 266.200 Fahrzeuge. Auch Porsche hat im vergangenen Jahr auf seinem wichtigsten Markt Nordamerika einen Absatzrekord erzielt. Insgesamt wurden 33.859 Fahrzeuge an Kunden in den USA und Kanada ausgeliefert. Das ist ein Plus von zwei Prozent, obwohl das bisherige Erfolgsmodell Cayenne einbrach: Der Absatz sank um ein Viertel auf 14.524 Stück.

VW fällt hinter BMW zurück

Das gute Bild wurde durch die schwachen VW-Zahlen getrübt. Wegen des schleppenden Absatzes beim Touareg und beim Passat gab es 2005 ein Minus von 12,5 Prozent auf 224.195 Fahrzeuge. Im Dezember konnte VW den Absatz allerdings um 20,4 Prozent auf knapp 26.000 Autos verbessern. Der Autobauer sieht den Abwärtstrend gestoppt und will 2006 auf dem weltgrößten Automarkt fünf bis zehn Prozent zulegen.

Daimler-Chrysler hat 2005 in den USA 2,529 Millionen Autos und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr verkauft. Für das Wachstum verantwortlich war vor allem die US-Marke Chrysler, die zwischen Januar und Dezember um fünf Prozent oder 100.000 Einheiten auf 2,3 Millionen zulegte. Chrysler war bei den großen Drei aus Detroit der einzige Gewinner und hat mit Hilfe von Erfolgsmodellen wie der Limousine Chrysler 300 und neuen Minivans Marktanteile gewonnen. Mercedes-Benz setzte 224.421 Fahrzeuge in den USA ab, ein leichtes Plus von einem Prozent.

Bei General Motors und Ford fielen im nordamerikanischen Automarkt Milliardenverluste an, die sie mit Hilfe von Werksschließungen, Massenentlassungen und einer Fülle neuer Modelle wettmachen wollen. Branchenführer GM verkaufte 2005 im heimischen Markt 4,52 Millionen Autos oder vier Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Ford gab es einen Absatzrückgang von fünf Prozent auf 3,17 Millionen Stück. Toyota war mit einem Absatzanstieg von 10,1 Prozent auf 2,26 Millionen der große Gewinner. Honda, Nissan und die südkoreanische Hyundai schnitten ebenfalls gut ab.

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