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US-Absatz

Weiter abwärts

Die Geschäfte der deutschen Autobauer auf dem US-Markt gingen im April deutlich schlechter, als noch vor einem Jahr. VW musste einen dramatischen Rückschlag verktraften, aber auch BMW und Porsche blieben unter dem Vorjahresergebnis.

04.05.2005

Die Verkaufszahlen des VW-Konzerns brachen binnen Jahresfrist um 28,1 Prozent auf 18.458 Fahrzeuge ein, teilte VW am Dienstagabend (3.5.) in Auburn Hills mit. VW verkaufte alle wichtigen Modelle wesentlich schlechter als im Vorjahresmonat. Beim neuen Jetta ging der Absatz um 6,6 Prozent auf 7.498 Autos zurück, beim auslaufenden Passat um 54,4 Prozent auf 3.408. Der Geländewagen Touareg büßte 34,9 Prozent auf 1.410 Fahrzeuge ein. Vom Phaeton setzte VW zwischen Januar und März nur noch 61 Stück gegenüber 173im Vorjahr ab. Die VW-Tochter Audi hielt den Absatz mit 7.202 Autos nahezu auf Vorjahresniveau. VW hofft, dass die neuen Jetta- und Passat-Modelle im Jahresverlauf eine Trendwende beim Absatz einleiten können. 2004 musste VW in den USA einen Verlust von 907 Millionen Euro ausweisen.

Verluste meldete auch der erfolgsverwöhnte Sportwagenhersteller Porsche. Der Absatz der Stuttgarter auf ihrem wichtigsten Exportmarkt Nordamerika ging um sieben Prozent zurück. Die Schwaben lieferten im April 3.307 Fahrzeuge (Vorjahr: 3.545) aus. Einen Rückschlag erlebte der Geländewagen Cayenne: Hier schrumpfte die Verkaufszahl um 37 Prozent auf 1.146 Einheiten. Das in den USA enorm wichtige Segment für Geländewagen ist wegen steigender Benzinpreise unter Druck geraten. Vom neuen Boxster verkaufte Porsche 1.026 Fahrzeuge, ein Plus von 81 Prozent. Der Absatz des 911er ging dagegen um 4 Prozent auf 1.092 zurück. Vom Supersportwagen Carerra GT wurden 43 (Vorjahr: 12) Fahrzeuge verkauft.

Bei BMW ging der Verkauf um 5 Prozent auf 25.382 Autos zurück.

Daimler-Chrysler steigerte dagegen die Auslieferungen um neun Prozent auf 225.351 Fahrzeuge. Die Marke Mercedes legte dabei um zwei Prozent, Chrysler um neun Prozent zu. Zwischen Januar und April stieg der Konzernabsatz damit um fünf Prozent auf 815.859 Fahrzeuge. Bei Mercedes-Benz lag der Absatz (62.581) in diesem Zeitraum allerdings um sieben Prozent unter dem Vorjahreswert.

US-Hersteller im Rückwärtsgang

General Motors erlitt im April auf seinem Heimatmarkt einen Absatzrückgang um sieben Prozent auf 385.939 Fahrzeuge. Dank neuer Modelle erreichte GM in der wichtigen Pkw-Sparte aber ein Absatzplus von 7,5 Prozent auf 170.618 Autos. Besonders erfolgreich seien die neuen Limousinen Pontiac G6, Chevrolet Cobalt und Buick LaCrosse gewesen. Die Lkw-Auslieferungen sanken um 17 Prozent auf 215.321.

Der Absatz von Ford ging um rund 2 Prozent auf 281.292 Fahrzeuge zurück. Insgesamt verkaufte Ford wie im Vorjahresmonat knapp 98.000 Pkw. Die Nutzfahrzeugsparte büßte dagegen 2,4 Prozent auf 183.714 Fahrzeuge ein.

Toyota legt weiter zu

Der schärfste GM- und Ford-Rivale Toyota erlebte in den USA den besten Verkaufsmonat in seiner Geschichte. Der Absatz stieg im Vorjahresvergleich um 21,3 Prozent auf 210.466 Fahrzeuge. Die Nachfrage für Modelle mit Hybrid-Antrieb sei weiterhin hoch, sagte Toyota-Manager Jim Press.

Anders als die amerikanischen Konkurrenten konnten die Japaner im April auch im hart umkämpften Geländewagen-Segment (SUV) erneut wachsen. Toyota ist der profitabelste Volumenhersteller der Welt. Auch Honda steigerte den US-Absatz um 13,6 Prozent auf 135.597 Fahrzeuge, Nissan sogar um 27 Prozent auf 91.621 Einheiten.

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