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US-Absatzzahlen

Der US-Automarkt springt wieder an

Foto: ams 93 Bilder

Für die Autohersteller endet das Jahr 2009 auf dem wichtigen US-Markt versöhnlich. Im Dezember zogen die Verkäufe nach teils katastrophalen Vormonaten wieder an. Besonders die deutschen und japanischen Hersteller standen in der Gunst der Kunden weit oben, wie die am Dienstag (5.1.) veröffentlichten Absatzzahlen zeigten.

07.01.2010

Als einzigem der drei US-Autobauer gelang es Ford, mehr Wagen als im Vorjahreszeitraum zu verkaufen. Gemeinsam mit Toyota konnte Ford sogar die höchsten Zuwächse verzeichnen. Beide Unternehmen legten um jeweils fast ein Drittel zu. Allerdings waren die Verkäufe aller Hersteller im Vergleichsmonat wegen der Wirtschaftskrise bereits rückläufig gewesen.

Dem zweitgrößten US-Autobauer Ford ist im Dezember auf dem Heimatmarkt ein deutlicher Sprung beim Verkauf gelungen. Mit 184.655 Fahrzeugen stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast ein Drittel. Zum besten Monatsergebnis seit Mai 2008 trugen alle Konzernmarken bei. Im Gesamtjahr 2009 verzeichnete Ford jedoch ein Minus von 15,4 Prozent auf rund 1,68 Millionen verkaufte Wagen.

Die Toyota-Verkäufe legten im Dezember um mehr als 32 Prozent auf 187.860 Fahrzeuge zu. Im Gesamtjahr 2009 musste Toyota wie viele andere Hersteller einen deutlichen Absatzeinbruch hinnehmen. Die Verkäufe gingen um gut ein Fünftel auf knapp 1,8 Millionen Fahrzeuge zurück.

Volkswagen und dessen Tochter Audi verkauften immerhin noch 16 Prozent beziehungsweise 17,1 Prozent mehr Autos. Die Stückzahlen liegen mit gut 20.387 beziehungsweise 9.030 allerdings deutlich unter denen der genannten Konkurrenten aus Japan oder den USA, die zwischen 180.000 und 190.000 Wagen im Dezember absetzten. Im Gesamtjahr 2009 verbuchte Audi in den USA allerdings einen Absatzrückgang. Die Verkäufe gingen um 5,7 Prozent auf 82.716 Autos zurück. Für VW ergab sich im Gesamtjahr jedoch ein Absatzrückgang von 4,3 Prozent auf 213.454 Autos.

BMW und Mercedes im Dezember im Plus

BMW hat auf dem für ihn sehr wichtigen US-Markt im Dezember ein deutliches Absatzplus erzielt. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verkäufe um über neun Prozent auf 23.617 Wagen. Dabei ging der Zuwachs allein auf das Konto der Kernmarke BMW, die um 11,5 Prozent auf 20.128 Wagen zulegte. Die britische Tochter Mini verzeichnete dagegen erneut ein Minus, diesmal von 2,2 Prozent auf 3.489 Autos. Im Gesamtjahr 2009 mussten die Bayern einen herben Absatzrückgang einstecken. Die Verkäufe sanken um über 20 Prozent auf 241.727 Fahrzeuge.

Mercedes hat im Dezember in den USA das beste Monatsergebnis des gesamten Jahres 2009 verzeichnet. Ohne die Kleinwagen-Marke Smart wurden 20.025 Wagen verkauft. Dies entspricht einem Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr musste der Hersteller hochpreisiger Fahrzeuge aber eine zweistellige Einbuße hinnehmen. Der Absatz ging um mehr als 15 Prozent auf 190.604 Autos zurück.

Smart rutscht ab

Die Verkäufe der Kleinwagenmarke Smart in den USA sind dagegen in den Keller gerutscht. Im Dezember wurden nur noch 864 Exemplare des Stadtwagens verkauft. Dies entspricht einem Rückgang von mehr als 63 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Erst 2008 auf dem US-Markt eingeführt, kam das kleinste Modell des Daimler-Konzerns zunächst überraschend gut in den USA an. 2009 bescherte aber das Ende der Erfolgsstory. Im abgelaufenen Jahr entschieden sich nur noch 14.595 Kunden für einen Smart, knapp 41 Prozent weniger als im Vorjahr.

Porsche hat im Dezember in den USA fast genauso viele Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahresmonat. Der Absatz belief sich auf 2.118 Wagen nach 2.154 Autos vor einem Jahr. Damit fuhr der Hersteller von Modellen wie 911 , Boxster und Cayenne im Dezember das beste Monatsergebnis des vergangenen Jahres ein. Im Gesamtjahr gingen die Verkäufe jedoch um 24 Prozent auf 19.696 Fahrzeuge zurück. Für die nächsten Monate setzt das Unternehmen auf sein neues viertüriges Modell Panamera. "In den knapp drei Monaten, die der Panamera auf dem Markt ist, hat er ein starkes Verkaufswachstum gezeigt, und die Bestellungen nehmen weiter zu", sagte Porsche-Nordamerika-Chef Detlev von Platen.

GM und Chrysler mit sattem Jahresdefizit
 
Immer noch leichte Verluste mussten General Motors und Chrysler im Dezember verkraften. Allerdings konnten die beiden Sorgenkinder der Autoindustrie die Rückgänge eindämmen. GM büßte sechs Prozent ein, verkaufte aber mit 208.511 Stück immer noch die meisten Wagen in den Vereinigten Staaten. Zugute kam dem Konzern dabei der Ausverkauf bei den aufgegebenen Marken Pontiac und Saturn, die Kunden mit satten Rabatten gelockt hatten. Im Gesamtjahr 2009 verzeichnete GM einen Absatzrückgang von 30 Prozent auf knapp 2,1 Millionen Fahrzeuge.
Chrysler verlor im Dezember 4 Prozent auf  86.523 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr ging der Absatz um 36 Prozent auf 931.402 Fahrzeuge zurück.

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