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US-Absatzzahlen im Oktober

Deutsche Autos in den USA begehrt

VW, USA-Flagge Foto: VW

Der gute Lauf der deutschen Autobauer auf dem wichtigen US-Markt setzt sich fort. Prozentual zweistellige Verkaufszuwächse waren im Oktober eher die Regel als die Ausnahme.

03.11.2010

BMW-Nordamerika-Chef Jim O'Donnell warnte am Dienstag (2.11.) aber davor, übermütig zu werden: "Unsere Händler müssen um jeden Verkauf kämpfen." Vor allem Porsche sahnte nach einem schwachen Vorjahr kräftig ab. Während die Wirtschaftskrise die Kunden vergrault hatte, lockte sie die Neuauflage des Geländewagens Cayenne jetzt an. Auch der viertürige Panamera verkaufte sich blendend - und überholte den Klassiker 911. Die Verkäufe der Stuttgarter stiegen insgesamt um 61 Prozent auf gut 2.600 Wagen.

VW, Audi und BMW im Plus

Konzernmutter Volkswagen landete mit dem neuen Jetta einen Volltreffer. Insgesamt ist die Kernmarke VW im Oktober 20.084 Autos losgeworden, ein Plus von 18 Prozent. Fast die Hälfte davon entfiel auf die neu gestaltete Mittelklasse-Limousine. Neben dem Jetta verkauften sich vor allem der kompakte Golf, der kleine Geländewagen Tiguan und der exklusiv in Nordamerika vertriebene Minivan Routan deutlich besser. Dagegen fielen der große Geländewagen Touareg und der in die Jahre gekommene New Beetle merklich in der Gunst der Kundschaft. VW ist die einzige deutsche Massenmarke in den Staaten; die anderen Hersteller spielen in der Premiumliga oder beschränken sich auf Kleinwagen wie Mercedes mit dem Smart und BMW mit dem Mini.
 
Audi als Premiummarke des VW-Konzerns konnte sich um elf Prozent auf 8.100 Wagen steigern. Hier waren der kleine Geländewagen Q5 und die Mittelklasse-Limousine A4 die Renner. Die Ingolstädter sind die Senkrechtstarter unter den deutschen Herstellern. Im Gesamtjahr will Audi seinen Absatzrekord aus dem Jahr 2007 einstellen.
 
Der direkte Rivale BMW verbesserte sich um 17,2 Prozent auf 19.272 verkaufte Autos. Die Bayern sind traditionell stark in den Vereinigten Staaten. Verkaufsschlager sind die klassischen 3er- und 5er-Baureihen sowie der große Geländewagen X5. Auch der kleine 1er gewinnt immer mehr Fans. Dagegen verlieren die Amerikaner das Interesse am Mini. Dessen Verkäufe sanken um 5,4 Prozent auf knapp 3.950 Wagen.

Smart bricht weiter ein

Für den Smart entschieden sich nicht mal mehr 400 Kunden, womit der Niedergang des Zweisitzers in den Vereinigten Staaten anhielt. Gegenüber dem schon schwachen Vorjahr war das ein Rückgang von 45 Prozent. Auch für die Muttermarke Mercedes lief es unrund. Sie verkaufte mit 18.400 Pkw nur ein paar mehr als im gleichen Monat des Krisenjahres 2009. Selbst die gut 700 Sprinter-Transporter hinzugezählt, lag das Plus nur bei vergleichsweise schwachen fünf Prozent. Der Sprinter wird erst seit diesem Jahr unter dem Stern in den USA verkauft.
 
Die großen amerikanischen und asiatischen Hersteller inklusive der Platzhirsche General Motors, Ford und Toyota geben ihre Absatzzahlen erst an diesem Mittwoch bekannt. Dann zeigt sich auch, in welche Richtung der Gesamtmarkt steuert. Von ihren Stückzahlen her spielen die Deutschen keine Rolle.
 
Der Automarktplatz Edmunds.com rechnet damit, dass die Verkäufe im abgelaufenen Monat insgesamt um elf Prozent auf 920.000 gestiegen sind. "Nicht erschreckend, aber auch nicht aufregend", lautete das Urteil der Experten.
 
Die Platzhirsche General Motors, Ford und Toyota geben ihre Absatzzahlen erst am Mittwoch nach der Wahl zum US-Kongress bekannt. Dann zeigt sich auch, in welche Richtung der Gesamtmarkt steuert. Mit ihren Stückzahlen überflügeln die amerikanischen und asiatischen Hersteller die deutschen bei weitem.

US-Hersteller deutlich im Plus

Die drei großen US-Autobauer sind im Oktober teils deutlich mehr Fahrzeuge in der Heimat losgeworden als im Vormonat des Krisenjahres 2009. Die Erholung halte an, sagte Chryslers Verkaufschef Fred Diaz am Mittwoch.
 
Chrysler, der kleinste der "Großen Drei", konnte auch am stärksten zulegen, nachdem die Insolvenz im vergangenen Jahr die Kunden verunsichert hatte. Die Verkäufe stiegen um 37 Prozent auf 90.100 Stück. Vor allem die Geländewagen der Tochter Jeep und die schweren Pick-Up-Trucks waren der Renner.
 
Ford, die Nummer zwei in den Staaten, baute die Verkäufe um 15 Prozent auf 158.000 aus. Die zwischenzeitlich nach China abgegebene schwedische Tochter Volvo ausgeklammert, legten die Konzernmarken Ford, Lincoln und Mercury sogar um 19 Prozent zu. Am besten liefen ein ums andere Mal die Pick-up-Trucks der F-Serie, der "Golf" der USA.
 
Branchenprimus General Motors wurde 183.800 Wagen los, ein Zuwachs von 4 Prozent. Auch GM hatte Insolvenz anmelden müssen, legte aber einen glänzenden Neustart hin. Nur die verbliebenen Marken Chevrolet, Cadillac, GM und Buick betrachtet, stiegen die Verkäufe um
13 Prozent. Auch hier ist der Bestseller ein Pick-Up namens Silverado.
 
Auch die meisten asiatischen Hersteller konnten zulegen. Nicht so Toyota: Der weltgrößte Autobauer schlägt sich immer noch mit seiner Pannenserie herum. Die Verkäufe schmolzen um 4 Prozent auf 145.500 Wagen.
 

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