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US-Autoabsatz

Starker Oktober für GM und Ford

Foto: Chrysler

Beflügelt von neuen Modellen und wieder anziehenden Verkäufen bei den großen SUV, haben General Motors und Ford im Oktober beim Autoabsatz deutlich zugelegt. Schwach dagegen Chrysler, von den deutschen Herstellern überzeugt nur Mercedes.

02.11.2006

Hoch zufrieden wurden die Oktober-Zahlen vor allem von General Motors kommentiert. Nach zuletzt besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und anscheindend zügigen Fortschritten beim Sanierungsprogramm, waren die Verkaufszahlen für Oktober das Ausrufezeichen einer Reihe zuletzt positiver Signale: Um 16,8 Prozent mehr Autos als im selben Monat des Vorjahres verkaufte der Autoriese. Ebenfalls ein sehr deutliches Plus von 8,8 Prozent vermeldete Ford, dagegen rutsche Chrysler um 3,2 Prozent ab. Wesentliche Faktoren: Neue Modelle, gesunkene Benzinpreise, hohe Rabatte bei großen SUV und - ein jämmerlich schlechter Vergleichsmonat im Jahr zuvor.

Davon mochte man im GM-Lager aber nichts wissen. In den Zahlen sieht man ein weiteres Anzeichen auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung. Die Überraschung des Monats: Die Käufer haben wieder ihre Zuneigung zu den großen SUV entdeckt. Ursachen gibt es dafür zwei. Zum einen die deutlich entspannten Benzinpreise, zum zweiten das hohe Rabattniveau für die automobilen Dickschiffe. Aktuell liegen die durchschnittlichen Rabatte für große SUV bei 4.800 Dollar. Im Vergleich: Die Durchschnittsrabatte für Mittelklassefahrzeuge notieren bei rund 685 Dollar.

Insofern verweisen Analysten darauf, dass vieles vom Glanz der Oktoberzahlen trügerisch ist. Vor allem auch, weil der Vergleichsmonat des Vorjahres extrem schwach war.

Toyota stark, Deutsche durchwachsen

So betrachtet bleibt der absolute Sieger weiter Toyota: Geringe Rabatte und ein fast seit zwei Jahren anhaltender Höhenflug im Rücken, jagt das Autobauer-Schwergewicht von einem Rekord zum anderen. Jetzt gab es wieder ein sattes Plus von 9,1 Prozent; in den ersten zehn Monaten liegt Toyota um 12,2 Prozent im Plus.

Übertroffen werden die Toyota-Steigerungsraten allerdings von Mercedes. Zwar mit deutlich geringerem Volumen unterwegs und daher nicht wirklich vergleichbar, ist die Mercedes-Vorstellung in diesem Jahr beeindruckend. Im Oktober legte die Marke mit dem Stern um 12,2 Prozent zu, in den ersten zehn Monaten liegt das prozentuale Plus inzwischen bei 13,2 Prozent. Und damit deutlich besser als der Premium-Rivale BMW. Nach einem Minus von 7,2 Prozent schmilzt das in den ersten Monaten eingefahrene Jahresplus immer weiter zusammen. Derzeit liegt BMW mit Blick auf die ersten zehn Monate noch 2,2 Prozent im Plus.

Ähnlich der Trend bei VW. Nach starken ersten sieben Monaten, geht es zusehends bergab. Im Oktober lag das Minus bei 7,4 Prozent. Immerhin: VW rangiert mit 9,9 Prozent - auf die ersten zehn Monate gesehen - noch deutlich im Plus. Ein Minus musste nach langer, langer Zeit auch mal wieder Porsche hinnehmen: Neun Prozent ging´s im Oktober abwärts. Beflügelt vom Facelift konnte dagegen Mini im Oktober um 13,7 Prozent zulegen.

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