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US-Autokrise

US-Regierung will Autoindustrie retten

GM Logo Foto: dpa 93 Bilder

Die US-Regierung will die schwer angeschlagene amerikanische Autoindustrie vor dem Zusammenbruch retten. Ein Konkurs der Firmen müsse verhindert werden.

18.03.2009

Das sagte der Chefberater des Arbeitsstabes zur Rettung der US-Autoindustrie, Steven Rattner, dem "Wall Street Journal" und der Fachagentur "Bloomberg". Rattner berät die von Präsident Barack Obama eingerichtete "Task Force Auto".

GM scheut Insolvenz

Die US-Regierung suche Kompromisse mit den besonders bedrohten Firmen Chrysler und General Motors (GM), sagte Rattner. Zusätzliche staatliche Finanzhilfen seien möglich, wenn die
Autohersteller wie vereinbart bis 31. März ein überzeugendes Sanierungskonzept vorlegten.

GM-Chef Rick Wagoner hofft, eine Insolvenz vermeiden zu können. Ein Insolvenzverfahren nach US-Muster mit Gläubigerschutz wäre zu riskant, meinte er. Ein solches Verfahren "könnte klappen oder auch nicht", sagte er nach Angaben des "Wall Street Journals". Es bestehe die Gefahr, dass die Kunden scharenweise weglaufen und die Einnahmen massiv einbrechen.

Lösungen können nicht nur von der Regierung kommen

Rattner meinte: "Wir werden alle Mittel der Regierung einsetzen und versuchen, einen fairen Kompromiss zu finden." Er fügte hinzu: "Aber wir werden nicht einfach Dollarnoten an der Pennsylvania Avenue verteilen." Nun seien die Autofirmen gefordert, alle Seiten müssten Opfer bringen. Lösungen könnten nicht nur von der Regierung kommen.

Die von den beiden Autobauern GM und Chrysler geforderten neuen Finanzhilfen summieren sich zusammen mit bereits erhaltenen Krediten auf insgesamt 39 Milliarden Dollar (30,4 Milliarden Euro). Im Gegenzug will allein GM weltweit etwa jeden fünften Arbeitsplatz streichen und Werke möglicherweise auch in Europa schließen.

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