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US-Autozulieferer Delphi

Freier Weg aus Insolvenz

Foto: Delphi

Nach mehr als zweijährigen Verhandlungen hat der größte US-Autozulieferer Delphi von einem Insolvenzgericht endgültig grünes Licht für seinen Rettungsplan bekommen. Delphi wolle nun spätestens im März das Insolvenzverfahren (Chapter 11) abschließen, teilte das Unternehmen am Sitz in Troy (Michigan) mit.

27.01.2008

Delphi muss dafür noch die Finanzierung von 6,1 Milliarden Dollar (4,2 Mrd Euro) an Krediten sicherstellen. Über die ausstehenden Zahlungen hatte es mit den größten Gläubigern immer wieder Streit gegeben. Die Kreditkrise erschwerte die Suche nach neuen Darlehen zudem deutlich. Zuletzt stimmten mehr als 80 Prozent der Gläubiger für den mehrfach überarbeiteten Plan, hieß es in der Mitteilung vom Freitagabend.

Spätestens 2009 schwarze Zahlen

Das zuständige Bundesgericht in New York hatte zuvor zur Auflage gemacht, im Finanzierungsplan vorgesehene Prämien für zahlreiche Delphi-Manager von 87 Millionen Dollar in bar auf 16,5 Millionen Dollar zu kürzen. Zu den größten Gläubigern zählt der führende US-Autobauer General Motors, zu dem Delphi einst gehörte. Delphi ist einer der größten Autozulieferer weltweit. Zu den Kunden zählen neben GM auch Hersteller wie Volkswagen und Ford.

Laut bisherigen Plänen will Delphi spätestens 2009 schwarze Zahlen schreiben. Das Unternehmen strich bereits mehr als 20.000 Stellen. Am Ende sollen gerade einmal rund 6.000 der einst etwa 33.000 Jobs übrig bleiben. Der Rettungsplan sieht zudem die weitgehende Verlagerung der US-Produktion in günstigere Länder etwa in Asien und Südamerika vor.

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