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US-Autos

Tücken beim Import

Foto: dpa 14 Bilder

Der Euro ist derzeit stark wie nie. Bei einem Gegenwert von rund 1,60 Dollar steigt die Verlockung sich jetzt ein Auto aus den USA in die heimische Garage zu holen. Doch beim US-Import lauern auch jede Menge Gefahren und Probleme.

30.05.2008 Uli Baumann

Umgerechnet nur rund 30.000 Euro kostet eine Corvette auf dem US-Markt. Dem stehen etwa 60.000 Euro bei deutschen Händlern gegenüber. Ein VW Touareg V6 FSI wird US-Kunden für etwa 24.500 Euro angeboten, die deutsche Preisliste weist 48.250 Euro aus. Exoten wie ein Ford Mustang mit 300 PS-V8 kostet in den USA etwa 16.400 Euro, ein klassischer US-Pickup wie der Ford F-150 etwa, ist ab rund 11.000 Euro zu haben. Preise, die Begehrlichkeiten wecken.

Aber zwischen dem Blick in die US-Preisliste und dem Moment, an dem man sich in der Heimat hinter das Steuer des Traumwagens schwingen kann, türmen sich zahlreiche Hürden und Kosten auf.

Zunächst gilt es, den Traumwagen in den USA zu finden. Bei Neuwagen gilt: US-Händler dürfen nicht in den Export verkaufen. So wird ein Zwischenkäufer/Vermittler bemüht und bezahlt, auf den das Fahrzeug kurz zugelassen werden muss und der dann die durchschnittlich acht Prozent VAT (Sales Tax) berappen muss.

Generell ist dabei zu beachten, dass die meisten US-Benziner-Neuwagen ab Modelljahr 2006 aufgrund geltender Abgas- und Geräuschvorschriften kaum mehr in Europa zugelassen werden können. Diesel-Modelle überhaupt nicht mehr. In so einem Fall wird der Traumwagen dann schnell zum Garagenhüter.

Vorab über Anpassungen oder Zulassung informieren

In jedem Fall sollten Selbstimporteure sich vorab darüber informieren, welche technischen Anpassungen oder Zulassungen für den Importwagen erforderlich sind - die Umrüstung beispielsweise von Reifen, Bremsen oder Licht kann schnell ins Geld gehen.

Das gilt auch für den Re-Import von Wagen, die in Deutschland hergestellt und nach USA oder Kanada verkauft wurden. Das Fahrzeug muss in Übersee inklusive VAT (Value Added Tax) gekauft werden. Neben den Transportkosten nach Deutschland kommen noch Zoll, deutsche Mehrwertsteuer und die Kosten für die weitere Überführung hinzu.

Der einfachste Weg sein US-Traumauto über den großen Teich zu holen, ist den Import einer darauf spezialisierten Firma zu übertragen. Die kümmern sich um den Ankauf, den Transport, alle Formalitäten und die Abnahme in Deutschland - zum vorab vereinbarten Preis.

Aber auch dann ist das Importauto-Glück noch nicht perfekt, denn nur wenige US-Autohersteller bieten weltweite Garantien. Ein gesetzlicher Anspruch auf Garantieleistungen wie bei Importen aus EU-Ländern besteht nicht.

Garantie nicht garantiert

Auch Garantieleistungen durch deutsche Vertretungen von US-Herstellern sind nicht üblich. Der Käufer sollte vorab fragen, wie im Falle eines Garantiefalls verfahren würde. Sonst geht jeder zu beseitigende Mangel voll zu Lasten der eigenen Kasse - vorausgesetzt man findet überhaupt eine Werkstatt, die sich an den Exoten herantraut und an die benötigten Ersatzteile kommt. Manche weisen allerdings den Selbstimporteuren oder Kunden von Importagenturen direkt die Tür mit dem Hinweis "wer am Verkauf verdient hat, soll sich gefälligst auch um seine Kunden kümmern".

Sicherer ist da der Kauf eines US-Cars bei einem Händler wie beispielsweise Geigercars in München, der auf Importmodelle und deren Wartung spezialisiert ist. Hier werden die Autos - Neu- und Gebrauchtwagen - schon zulassungsfähig und mit Garantie ausgeliefert. Der Preis liegt dann zwar etwas höher, die Beziehung zur Neuerwerbung steht dann aber auf soliden Füßen.

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