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US-Markt

Deutsche peilen Millionenabsatz an

VW, USA-Flagge Foto: VW

Die deutschen Autobauer erwarten ein weiteres Erfolgsjahr - auch auf dem weiter wachsenden US-Automarkt: Sie wollen beim Absatz die Eine-Million-Marke knacken.

10.01.2011

"Wir bauen unsere Produktionskapazitäten in den USA aus und haben das Ziel, unseren Marktanteil auch in diesem Jahr zu erhöhen", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Montag (10.1.) zum Auftakt der Autoshow in Detroit.

USA sind wichtiger Exportmarkt

Insgesamt werde der Markt in den USA wie 2010 um elf Prozent zulegen und 12,8 Millionen Zulassungen erreichen. "Der US-Markt ist nach wie vor der größte Automobilmarkt der Welt - und das erwarte ich nach den jetzigen Prognosen auch für dieses neue Jahr 2011", betonte Wissmann. Für die deutschen Autoexporteure sind die USA noch das zweitwichtigste Exportland - hinter Großbritannien, aber noch vor China, sagte Wissmann: "Wertmäßig betrachtet ist für die deutschen Hersteller der Export in die USA sogar auf Platz 1 mit rund 13 Milliarden Euro."
 
Wenn alles gut geht, könnten die deutschen Hersteller 2011 die Eine-Million-Marke toppen. 2010 hatten sie ihren Marktanteil zum sechsten Mal in Folge auf nun 7,6 Prozent gesteigert. In der Oberklasse dominieren die Edelkarossen "Made in Germany" den Markt: Sie steigerten ihren Marktanteil in den USA 2010 auf 47,1 Prozent. "Damit trägt fast jedes zweite Auto der Oberklasse, das 2010 in den USA verkauft wurde, ein deutschen Markenzeichen", betonte Wissmann.

Deutsche wollen mit Kraftstoffeffizienz punkten

Die Krise 2009 sei auch in den USA zu den Akten gelegt, obwohl alte Absatzrekorde noch nicht wieder in Reichweite sind: "Aber es geht voran, die US-Bürger haben im vergangenen Jahr ein klares Votum für das Automobil abgelegt. Die USA bleiben Autoland."
 
Wissmann ist überzeugt, dass die US-Bürger auch künftig auf die individuelle Mobilität setzen. Angesichts der angezogenen Preise für Benzin und Diesel an der Zapfsäule schauten sie immer mehr auf den Spritverbrauch. "Gerade auf diesem Feld bieten die deutschen Hersteller maßgeschneiderte Modelle an, die in ihrer Kraftstoffeffizienz von keinem Wettbewerber übertroffen werden."

Deutsche haben noch viel Potenzial

Auch Autoexperte Stefan Bratzel sieht für die deutschen Hersteller im US-Markt noch erhebliches Potenzial: "Sie spielen gegenüber den amerikanischen und japanisch-koreanischen Herstellern nur eine untergeordnete Rolle." Selbst im Premiumsegment, der Domäne der deutschen Hersteller, sei Lexus nach wie vor die Einzelmarke mit dem stärksten Absatz.
 
Insbesondere Volkswagen habe im US-Markt deutlichen Nachholbedarf, um die selbst gesteckten Ziele erreichen zu können und Toyota als größten Hersteller ablösen zu können, betont Bratzel. Der Aufbau eigener Werke in den USA werde dabei helfen. Auch aus Sicht des VDA geht die Strategie der deutschen Hersteller auf, fast 30 Prozent ihrer Fahrzeuge für den US-Markt direkt in Nordamerika zu produzieren: Der US-Absatz in  Nordamerika gebauter Autos legte demnach 2010 um 18 Prozent zu, während der Absatz der Importe aus Europa in die USA nur um 14 Prozent wuchs.

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