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US-Markt

Ford, Chrysler weiter unter Druck

Foto: Ford

Die Bücher für den Dezember-Autoabsatz am US-Markt sind  nicht geschlossen, erfüllen sich aber die Prognosen, schaut es für Ford und Chrysler nach einem weiteren Jammer-Monat aus. Ford droht sogar zum dritten Mal in diesem Jahr von Toyota von Rang zwei der Verkaufshitliste verdrängt zu werden.    

29.12.2006

Die von Marktexperten auf Basis der ersten 20 Verkaufstage hochgerechneten Dezember-Zahlen riechen für Ford nach einem ausgewachsenen Debakel. So kommt der Online-Branchendienst edmunds.com zu einem Minus von 19,6 Prozent, die Bank of America sieht einen Absatzeinbruch im Vergleich zum Dezember des Vorjahres in Größenordnung von zehn bis zwölf Prozent. Die Zahlen sind nur schwer vorher zu sagen, weil die Hersteller bei sich abzeichnenden Verlusten im Monatsschluss-Spurt vielfach bei den Rabatten nachlegen.

Liegen die Marktexperten bei Ford annährend richtig, und gelingt es dem wirtschaftlich schwer unter Druck stehenden Autohersteller nicht mehr, das Steuer herum zu reißen, wird Ford zum dritten Mal in diesem Jahr seinen fast schon traditionellen Platz als Nummer zwei in der US-Verkaufsstatistik an Toyota verlieren. Beim japanischen Autohersteller läuft es in den USA weiter wie geschmiert. Nach den vorliegenden Zahlen sieht edmunds.com ein Plus von 7,3 Prozent.

Chrysler wieder schwach erwartet

Damit wird Toyota unter den Großen des Marktes der einzige Gewinner sein. Für General Motors, Honda und Nissan werden Minuszahlen in der Größenordnung von minus 3,7 Prozent bis minus 6,2 Prozent gesehen. Und wo es abwärts geht derzeit am US-Markt, darf auch Chrysler nicht fehlen. Besonders bitter: Trotz  Rabattrekorden und massiver Bemühungen, über Prämienzahlungen an Händler den Überhang an 2006er Modellen bis zum Jahresende vom Hof zu bringen, zeichnet sich ein Absacken der Chrysler-Verkaufszahlen um 6,7 Prozent ab.

Gesprächsthema Nummer 1 ist in den USA aber die miese Prognose für Ford. Bei der Ursachenforschung relativiert sich das erwartete Defizit aber in einem Punkt: So fehlt in der Statistik erstmals komplett der für den US-Markt nicht unwichtige Ford Taurus, dessen Produktion im Oktober eingestellt wurde. Als Grund Nummer zwei wird die anhaltende Schwäche beim Verkauf der großen SUV genannt. So wird speziell für den Ford F-150 ein deutliches Minus erwartet.

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