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US-Markt

US-Hersteller leiden, Deutsche jubeln

Foto: ams online

Ein schlechtes Ende in einem lausigen Jahr für die US-Autobauer, ein gutes für die deutschen Hersteller und ein überragendes für Toyota: Das Autojahr 2006 in den USA war eines der großen Umwälzungen.

04.01.2007 Frank Volk

Ganz so schlecht wie die Dezember-Hochrechnungen ausgesehen hatten, fiel die Bilanz des letzten Verkaufsmonats in den USA für die wirtschaftlich notleidenden Hersteller GM, Ford und Chrysler denn doch nicht aus. Unter dem Strich blieb aber ein schlechter Monat. Alles in allem das passende Ausrufezeichen hinter einem lausigen Jahr für die US-Autohersteller.

Mercedes mit höchstem Zuwachs

Gute Laune dagegen bei den deutschen Herstellern. Auch das Finale war symptomatisch für ein insgesamt gutes Autojahr für "Made in Germany": Für alle deutschen Autobauer blieben unter dem Strich Pluszeichen in der Jahresbilanz. Prozentual am  deutlichsten legte Mercedes-Benz (plus 10,6 Prozent), vor Audi (plus 8,5 Prozent), Porsche (plus 7,2 Prozent), VW (plus 4,9 Prozent) und BMW (plus 3,2 Prozent) zu. Absolut gesehen verkaufte laut Autodata von den Deutschen Herstellern BMW mit 274.432 Einheiten die meisten Autos vor Mercedes-Benz mit 247.973 Fahrzeugen. Ein besseres Jahresergebnis wurde Mercedes durch einen schwachen Dezember verhagelt. Hier setzte es ein Minus von 9,9 Prozent, während BMW kräftig um 16,9 Prozent zulegte.

Stark und schwach waren auch die Schlagworte im VW-Konzern mit Blick auf das Jahresfinale: Während Audi satte 34,6 Prozent Autos mehr verkaufte als im Dezember des Vorjahres, sackte VW um 23,2 Prozent durch.

Fußnote Maybach

Nicht mehr als eine Fußnote im automobilen Geschehen der USA ist Maybach: Ermittelt wurden von Autodata für das ganze Jahr 180 verkaufte Maybach. Damit sieht der Mercedes-Edle ganz alt aus. Auch gegen den gerne zitierten Mitbewerber Rolls Royce. Die britische Königs-Marke unter dem BMW-Dach legte im Vergleich zu 2005 um 50 Prozent zu und meldete 360 verkaufte Fahrzeuge.

Toyota auf dem Vormarsch

Die wahren Dramen des Marktes spielten sich bei den "Big 3" des US-Marktes - General Motors, Ford und Chrysler - ab. Für sie markiert 2006 das Jahr eines kontinuirlichen Niedergangs: GM büßte übers Jahr 8,8 Prozent ein, Ford 8,0 Prozent und Chrysler mit Dodge 7,0 Prozent. Wie sehr sich die Kräfteverhältnisse geändert haben am großen US-Markt, belegt Toyota. Die japanische Sieger-Marke legte auch in diesem Jahr 12,5 Prozent zu, hat damit beim Marktanteil mit 15,4 Prozent Chrysler (12,9 Prozent) deutlich abgehängt und kein Marktexperte zweifelt ernsthaft daran, dass die Japaner 2007 auch Ford (derzeit Marktanteil 16,4 Prozent) vom zweiten Platz verdrängen werden.

Schwacher Trost für Ford: Bei der verkaufsstärksten Marke hat Ford die wichtigste GM Marke Chevrolet von Platz eins verdrängt. Desolat das Abschneiden der Ford-Luxusmarke Jaguar: Der englische Ford-Patient brach beim Absatz um 32 Prozent ein und markiert damit den höchsten Verlust am US-Automarkt 2006.

Insgesamt ging der Autoabsatz in den USA um 2,6 Prozent auf 16,556 Millionen Einheiten zurück.

Die Top-Gewinner:

 1. Rolls-Royce
plus 50 Prozent
 2. Suzuki
plus 23 Prozent
 3. Toyota
plus 12,5 Prozent
 4. Mercedesplus 10,6 Prozent
 5. Porscheplus 7,2 Prozent
















Und die Top-Verlierer:

 1. Jaguar
minus 32 Prozent
 2. Isuzu
minus 29,3 Prozent
 3. Maybach
minus 25,0 Prozent
 4. GM
minus 8,8 Prozent
 5. Ford
minus 8,0 Prozent

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