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US-Neuzulassungen Juli 2011

Amerikaner zögern beim Autokauf

Foto: dpa

Die unsichere wirtschaftliche Lage im eigenen Land lässt viele US-Amerikaner vor dem Kauf eines neuen Autos zurückschrecken. Erschwerend hinzu kommen anhaltende Lieferprobleme der wichtigen japanischen Hersteller infolge des Erdbebens.

03.08.2011 dpa

So sind die gigantischen Zuwachsraten bei den Verkäufen vom Jahresbeginn inzwischen Geschichte. Den deutschen Herstellern geht es allerdings noch vergleichsweise gut.
 
Im Juli stiegen die Gesamtverkäufe nach Berechnungen des Marktforschers Autodata gerade mal um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit rollten nach Angaben vom späten Dienstag annähernd 1,1 Millionen Fahrzeuge von den Höfen der US-Händler. In Deutschland hatten die Zulassungen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes im gleichen Zeitraum um 10 Prozent zugenommen. Allerdings ist der deutsche Markt mit zuletzt 260.900 Wagen bedeutend kleiner als der amerikanische.

Deutsche verkaufen weiter gut

"Die Branche erholt sich weiterhin, wenn auch in moderatem Tempo", sagte VW-Amerikachef Jonathan Browning. In seinem eigenen Haus hat er keinerlei Grund zur Klage: Die Verkäufe der Marke VW in den Vereinigten Staaten legten um satte 22 Prozent zu. Vor allem die Limousine Jetta lief weiter blendend. Es sei der beste Juli seit neun Jahren gewesen, erklärte das Unternehmen.

BMW hat im Juli den US-Absatz gesteigert. Mit 26.120 Fahrzeugen seien 11,7 Prozent mehr Stück verkauft worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Verkauf von Autos der Marke BMW kletterte um 12,3 Prozent auf 21.409. Vom Mini wurden mit 4.711 Fahrzeugen 8,9 Prozent mehr verkauft als im Vorjahr. Auch Audi konnte seinen Absatz im Juli steigern. Mit 9.146 Fahrzeugen seien 17 Prozent mehr Autos verkauft worden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Seit Jahresbeginn verkaufte Audi 65.055 Fahrzeuge. Das waren 15,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Zulegen auf dem US-Markt konnte auch Daimler, die im Juli in den USA deutlich mehr Pkw und Transporter verkaufen konten als im Vorjahr. Im Vergleich zum Juli 2010 seien 21.065 Fahrzeuge und damit 16,7 Prozent mehr abgesetzt worden. Beim Transportermodell Sprinter explodierten die Verkäufe um 154,3 Prozent auf 1.732 Stück. Derr Sportwagenbauer Porsche hat im Juli in den USA fast 50 Prozent mehr Cayenne-Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. 1.342 Geländewagen dieses Typs seien an Kunden in den USA ausgeliefert worden. Insgesamt verkaufte Porsche in den USA 2.768 Wagen - zwei Prozent mehr als im Juli 2010.

Japaner noch mit Lieferverzögerungen

US-Marktführer General Motors und die Nummer zwei, Ford, kamen immerhin auf Verkaufszuwächse von 8 beziehungsweise 9 Prozent. Der dritte US-Autokonzern Chrysler - lange das Sorgenkind der Branche - legte um satte 20 Prozent zu. Zusammen stehen die "Big Three" für rund die Hälfte des Gesamtmarkts. Die ebenfalls starken japanischen Autobauer Toyota, Honda und Nissan mussten dagegen teils drastische Einbußen in Kauf nehmen - sie konnten oft schlicht nicht liefern. Nach dem Erdbeben im März normalisiert sich die Produktion nur langsam wieder.
 
Zuletzt hatten die Zuwachsraten in den Vereinigten Staaten allgemein nachgelassen, weil die Arbeitslosigkeit in dem Land anhaltend hoch ist. Hinzu kam die Unsicherheit durch das politische Hickhack um die Anhebung der Schuldenobergrenze.

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