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US-Power-Car zum Dumpingpeis

Traum vom Mustang

Ford Mustang Cabrio, Frontansicht Foto: Ford 12 Bilder

Der Ford Mustang wird 50 – und im nächsten Jahr gibt es die neue Auflage erstmals offiziell in Europa zu kaufen. Eine Florida-Reise im aktuellen Mustang zeigte, dass auch dieses Pony-Car ein starker Galopper ist. Schon der Basismotor leistet stramme 309 PS.

17.07.2014 Claus Mühlberger

Der Strand von Daytona ist geschichtsträchtiger Boden. Am 7. März 1935 pfeilte der Brite Malcolm Campbell im "Blue Bird" mit 444,44 km/h über die Sandpiste – Weltrekord. Danach zogen die Rekordjäger in die Wüste von Utah um. Dafür kamen die Stockcar-Fahrer an die Atlantikküste. Die Nascar-Serie pflügte bis Ende der 50er-Jahre über den Strand von Daytona, ehe sie ins neu gebaute Oval umzog. Auch heutzutage darf der Strand von Daytona befahren werden – zwar nur mit maximal 15 km/h, aber immerhin.

Sonne, Meer und schon im Frühjahr 25 Grad im Schatten – das schreit förmlich nach einem Cabrio. In Daytona natürlich nach einem ur-amerikanischen Convertible, nach einem offenen Mustang. Tiefschwarz steht ihm gut, dem bulligen Ford, der seine Herkunft übrigens konsequent leugnet: Die blaue Pflaume, das Firmenlogo, ist nirgends zu finden. Als Pony-Car wird der Ford Mustang in den USA gerne bezeichnet. Woher mag dieser Name kommen, fragt man sich, während der Mustang fast geräuschlos den Strand entlangschnürt. Denn schon der schwächste Mustang leistet 309 PS. Von wegen Pony!

ESP mittlerweile auch Standard in US-Autos

Der V6 im Ford Mustang werkelt unter einer mächtigen, nach oben gewölbten Motorhaube. Er punktet mit kräftiger Baritonstimme, kräftigem Antritt und großer Drehfreude – bis zu 7.000 Umdrehungen verträgt das 3,7-Liter-Triebwerk. Zum King auf dem Dragstrip reicht die Leistung zwar nicht ganz. Aber um es in der früheren Rolls-Royce-Diktion auszudrücken: Die 309 PS sind ausreichend, und zwar locker. Zumal sich der V6 sehr gut mit dem formidablen Automatikgetriebe verträgt.

Beim US-Highway-Speed von 70 Meilen pro Stunde (rund 113 km/h) schnurrt der V6 unspektakulär vor sich hin. 1.600 Touren stehen auf der Uhr, und entsprechend gering ist der Verbrauch: Knapp zehn Liter auf 100 Kilometer sind in diesem Ford Mustang durchaus machbar. Auch wenn in ihm nicht unbedingt die Gene eines Rennpferds stecken, kann das Pony-Car bei Bedarf ordentlich galoppieren. Allerdings bevorzugt geradeaus – man fühlt sich im Ford Mustang nicht unbedingt dazu animiert, die Limits der Querdynamik auszuloten.

Nach 2.000 Florida-Kilometern lässt sich festhalten: Keine besonderen Vorkommnisse, weder in Kurven noch beim hastigen Ausweichen vor einem Hindernis – ESP ist mittlerweile auch in US-Autos Standard. Beim gemütlichen Cruisen kann man da schon mal ins Träumen kommen: Einen Ford Mustang zum Preis eines gut ausstaffierten Fiesta zu kaufen und nach Hause zu verfrachten, das wäre doch was. Doch bevor man sich den herrlichen Sonnenuntergang mit diffizilen Rechenexempeln verdirbt, ein Tipp: Man kann das Mustang Cabrio auch mieten – ab 250 Euro die Woche.

Lohnt sich der Aufwand?

Die Autopreise in den USA sind niedrig und Angebote der Händler voller süßer Verlockungen. Vier Fragen und Antworten zum Import in Eigenregie.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Nicht zuletzt wegen des für Europäer sehr günstigen Dollarkurses sind die Autopreise in den USA zurzeit enorm niedrig. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Beim Import eines US-Autos werden zehn Prozent Zoll fällig sowie 19 Prozent Umsatzsteuer. Dazu kommen die Kosten für den Transport zum US-Hafen, für die Verschiffung sowie für die Abfertigung in einem EU-Hafen. Nicht zu vergessen sind die Reisespesen für den USA-Trip, mindestens 1.000 bis 1.500 Euro.

Ford Mustang V8: Preisbeispiel

Ford Mustang V8, Preis 30.000 Dollar: 21.700 €
10 Prozent Zoll: 2.170 €
19 Prozent Umsatzsteuer: 4.535 €
Transport zum US-Hafen: 300 €
Schiffstransport: 1.000 €
Abfertigung in EU-Hafen: 500 €
Summe: 30.205 €

In dieser Minimalkalkulation sind jedoch weder Spesen noch die Abholung im EU-Hafen berücksichtigt. Sehr gute Englischkenntnisse und ein robustes Nervenkostüm sind ebenfalls unabdingbar, wenn man den Import in Eigenregie abwickeln will.

Gibt es weitere Fussangeln?

Zwar ist die Zulassung eines US-Neuwagens nicht mehr so problematisch wie früher, als zum Beispiel die US-Originalbereifung hierzulande nicht legal war. Aber es lauern immer noch ein paar Fallstricke. Die EU-Zulassung verlangt orangefarbenes Blinklicht. US-Autos blinken hinten gerne rot und vorne weiß. Hier hieße es beim Ford Mustang nachbessern. Ein weiterer potenzieller Stolperstein ist das Xenon-Licht. In Deutschland wird verlangt, dass dann eine Scheinwerfer-Waschanlage vorhanden sein muss. Zudem steht hinter der Abwicklung von Garantieansprüchen bei Selbstimportierten ein großes Fragezeichen. Daher empfiehlt sich dringend eine Garantieversicherung für rund 2.000 Euro.

Also doch zum freien Importeur? Wer auf Nummer sicher gehen will, bekommt bei freien Importeuren wie zum Beispiel GeigerCars in München ein Rundumsorglos-Paket. Den 2014er Ford Mustang mit 420 PS starkem V8 beispielsweise gibt es dort ab 37.900 Euro, fahrbereit und mit zweijähriger Garantieversicherung – ein faires Angebot für ein begehrenswertes Auto.

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