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US-Studie

Diesel-Autos führen zu mehr Schadpartikeln

Foto: Hans-Dieter Seufert 31 Bilder

Die Abgase von Diesel-Autos tragen einer Studie zufolge deutlich mehr zur Verschmutzung der Atmosphäre bei als die von Fahrzeugen mit Benzin-Antrieb. Pro verbranntem Liter Diesel würden in den USA 15 mal mehr sogenannte sekundäre Aerosole in die Luft geblasen als bei Benzin, heißt es in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

22.10.2012 dpa

Das Team um Allen Goldstein von der Universität von Kalifornien hatte unter anderem Luft-Messungen im Westen der USA durchgeführt.

Sekundäre Aerosole sind winzig kleine Partikel, die sich in der Atmosphäre bilden. In großer Anzahl können sie das Klima beeinflussen, die Sicht reduzieren und schädlich für den Menschen sein. Diesel-Abgase könnten je nach Region für bis zu 90 Prozent der von Fahrzeugen freigesetzten sekundären Aerosole verantwortlich sein, schreiben die Forscher.

Ergebnisse nur bedingt auf Deutschland übertragbar

Die Ergebnisse seien aber nur bedingt auf andere Länder übertragbar, sagte Goldstein. Anders als in den USA seien es in Europa häufiger kleine Autos, die mit Diesel angetrieben werden. In den USA sind es Goldstein zufolge oft Lastwagen. Die Zusammensetzung von Diesel für diese beiden Fahrzeugklassen seien unterschiedlich und zudem in den USA und Europa unterschiedlich reguliert. "Deswegen unterscheiden sich die Emissionen von Diesel in den USA wahrscheinlich sehr von denen in Europa."

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler die Zusammensetzung mehrerer Proben von Diesel und Benzin und anschließend die Luft an zwei Orten im US-Bundesstaat Kalifornien: Der Stadt Bakersfield mit rund 350.000 Einwohnern und einem Straßentunnel in Oakland. Die Untersuchung bringt den Forschern zufolge neue Erkenntnisse über die Entstehung sekundärer Aerosole aus Auto-Abgasen. Dies könne zur Verbesserung von Schadstoff-Kontrollgesetzen und der Zusammensetzung von Treibstoffen führen.

In Deutschland gab es laut Kraftfahrt-Bundesamt Anfang 2012 knapp
11,9 Millionen Diesel-Pkw. Die Zahl der Benziner war zu diesem Zeitpunkt etwa dreimal so hoch (etwa 30,5 Millionen).

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