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USA

Gras statt Öl

Foto: dpa

Wenn es nach US-Präsident George W. Bush und schwerreichen Investoren wie Microsoft-Chef Bill Gates geht, könnten bald wieder riesige Grasflächen den
mittleren Westen der USA bedecken - um damit Amerikas enormen Appetit auf Energie zu stillen und die "Sucht Amerikas nach ausländischem Öl" - so Bush - einzudämmen.

07.07.2006

Die Hoffnungen der Amerikaner ruhen auf dem so genannten "Switchgrass". Mit Bleistift dicken Stängeln kann es eine Höhe von vier Metern erreichen. Ziel ist es, traditionelles Benzin durch Ethanol, einem sauber brennenden Treibstoff aus Biomasse, zu ersetzen oder zumindest eine Mischung der beiden Kraftstoffe.

Großes Vorbild der Ethanol-Befürworter ist Brasilien, das vor 30 Jahren damit begann, sich mit Hilfe von Ethanol - gewonnen aus Zuckerrohr - von Ölimporten unabhängiger zu machen. Noch 2006 soll dieses Ziel erreicht werden. Allerdings ist das brasilianische Beispiel nur schwer auf die USA übertragbar. Denn in den USA wurde Ethanol bis jetzt meistens aus Mais gewonnen, das sehr viel schlechter als Zuckerrohr zur Treibstoffproduktion geeignet ist. So benötigt der Maisanbau selbst einen erheblichen Energieaufwand.

Zur Zeit produziert das Land etwa 16 Milliarden Liter Ethanol aus Mais, und viele Experten glauben, dass das Limit bald erreicht ist. "Switchgrass" könnte die Alternative zum Mais werden, denn die Pflanze braucht weniger Dünger und ist resistent gegen viele Schädlinge.

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