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USA

Im Öko-Auto zum Oscar-Auftrieb

Foto: dpa 8 Bilder

Der rote Teppich vor dem Festgebäude der Oscar-Verleihung in Hollywood gehörte den Filmstars. Stars auf der Strasse davor bei der 79. Oscar-Verleihung am Sonntag (25.2.) waren die "grünen" Autos.  Und so wurde die Oscar-Show vor der Tür zu der großen Show der Öko-Mobile.

26.02.2007 Frank Volk

Wie nachhaltig Al Gore´s Dokumentation "Eine unbequeme Wahrheit" das Bewusstsein der Menschen zu einer ökologischeren Lebensweise beeinflusst, lässt sich nicht sagen. Seine größten Fans scheint der einstige Vize-Präsident der USA aber in Hollywood gefunden zu haben. Einerseits bei der Filmakademie, die seine Erweckungs-Doku in Sachen Umwelt gleich mit zwei Oscars prämierte, andererseits bei der versammelten Star-Gemeinde. Wer ganz vorn dabei sein will, der widmet sich in und um Hollywood derzeit im wesentlichen zwei Themen: Dem öffentlichen Anti-Bush-Bekenntnis und der Begeisterung für alternative Antriebsformen.

So war die zweitspannendste Frage nach den Oscar-Preisträgern, in welchen Fahrzeugen die Leinwandhelden denn vorfahren würden. Ziemlich out: herkömmliche Strechlimos, sehr hipp: die Anfahrt an den roten Teppich im Öko-Fahrzeug. Kommentatoren von US-Medien schwören Stein und Bein, dass es niemals zuvor in der Geschichte eine größere PR-Veranstaltung für ökologische Mobilität gegeben hat wie in der Oscar-Nacht vom Sonntag. Die "Detroit News" spöttelte, dass es nicht am Fernsehschirm liege, wenn einem die Veranstaltung grüner als sonst vorkomme.

Hollywood als PR-Bühne für Öko-Autos

Die Showbühne Hollywood nutzend, hatten sich vor allem die US-Hersteller mächtig in Szene geworfen, um ihr Image als Produzenten rückständiger Benzin-Schlucker aufzupolieren. Vor dem Cadillac Ecsalade in der Hybrid-Version lächelte Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson in die Kameras und das ehemalige Fotomodell Cheryl Tiegs hauchte das Versprechen ins Mikro, nie wieder etwas anderes als ein Hybrid-Fahrzeug zu bewegen.

Ford machte für die Rolle als Star-Taxi den Edge mit Elektro-Hybrid-Antrieb klar, GM hielt mit dem Saturn Vue Green Line dagegen. Leonardo DiCaprio trat mit dem Appell "an alle Menschen, energiebewusst zu handeln" ins Rampenlicht und für Filmschönheit Penelope Cruz ist die Fahrt im Öko-Auto der einfachste Weg, sich für ein bessere Klima zu engagieren.

Insgesamt stand für die Leinwand-Heroen ein Flotte von 30 Öko-Autos zur Auswahl, die Starrolle unter ihnen gehörte dem Tesla-Roadster, ein Zweisitzer im Lotus-Look, aber mit Elektro-Antrieb. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters balgten sich 330 Gäste um das Vergnügen, mit dem 92.000 Dollar teuren Öko-Sportler für die Oscar-Nacht vorfahren zu können. Wer schließlich zum Zug kam, wurde so geheimgehalten wie die Frage nach den Oscarpreisträgern selbst. 

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