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USA

Porsche will verdoppeln

Foto: Porsche

Porsche hat in Nordamerika große Expansionspläne und will den Absatz im mit Abstand wichtigsten Markt mittelfristig verdoppeln. Dies hat Peter Schwarzenbauer, der Präsident der Porsche Cars North America (PCNA), am Montag (81.12.) vor deutschen Journalisten in New York angekündigt.

09.12.2003

Er wollte sich nicht auf einen genauen Zeitraum zur Erreichung dieses Ziels einlassen. Die Porsche-Tochter mit Sitz in Atlanta (Georgia) hatte ihren Nordamerika-Absatz in den ersten elf Monaten dieses Jahres beeindruckend um 29 Prozent auf ein Rekordniveau von 27.147 Autos aufgestockt. Der Cayenne-Geländewagen stellt seit seiner US-Einführung im März 2003 inzwischen rund die Hälfte der Porsche-Gesamtauslieferungen in Nordamerika.

Schwarzenbauer erwartet für 2003 einen Absatz von mehr als 29.000 Stück. Im Geschäftsjahr 2003/2004 (31. Juli) will die PCNA bereits 35.000 Autos ausliefern. Auf den Cayenne sollen dabei rund 17.000 Einheiten entfallen. Porsche dürfte es weltweit auf einen Absatz von 70.000 bis 75.000 Stück bringen. Damit setzt Porsche etwa die Hälfte seiner Gesamtproduktion in den USA und Kanada ab. Die PCNA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/2003 (31. Juli) erstmals die Umsatzgrenze von zwei Milliarden Dollar überschritten. Porsche habe wegen seiner mehrjährigen Wechselkurssicherung keine Währungssorgen.

Der Cayenne hat sich laut Schwarzenbauer in Nordamerika bei Luxus-Geländewagen zum Preis von mehr über 55.000 Dollar bereits einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent verschafft. Hauptkonkurrenten sind der BMW-X5, der Range Rover, der große Lexus, der Hummer von General Motors und die Spitzenmodelle der Mercedes-M-Klasse. Die Cayenne-Palette wird 2004 durch ein Sechszylinder-Modell für 42.900 Dollar nach unten erweitert. Schwarzenbauer will damit jüngere Kunden gewinnen. Der Achtzylinder-Cayenne kostet hier 55.000 Dollar und der Cayenne Turbo 89.000 Dollar. Schwarzenbauer wollte sich nicht zu einer vierten Porsche-Baureihe äußern.

Boxster ist momentan Sorgenkind

Porsche will im nächsten Jahr ein Boxster-Spider-Modell einführen. Der Boxster-Absatz war in den USA in den ersten elf Monaten dieses Jahres stark auf 5.698 (Vorjahresvergleichszeit: 9.312) Stück gefallen. Schwarzenbauer sprach von einem "momentanen Problemkind". Er verwies jedoch darauf, dass sich der Boxster bereits im achten Modelljahr
befinde. Der 911er-Verkauf fiel in den USA seit Jahresbeginn auf 8.702 (10.667) Einheiten. Es hat seit September mit neuen 911er-Hochpreismodellen eine gewisse Belebung gegeben. Im Januar 2004 kommt der Carrera GT für 440.000 Dollar als neues Porsche-Spitzenmodell
nach Nordamerika.

Porsche will die "Rabattschlachten" in den USA nicht mitmachen. Es sollen "keine Stückzahlen um jeden Preis gemacht werden", sagte Schwarzenbauer. Das Porsche-Gebrauchtwagengeschäft bei den 204 nordamerikanischen Händlern will er stark ausbauen. Die PCNA wird drei regionale Geschäftseinheiten bilden, um näher an die Kunden zu rücken. Schwarzenbauer leitet die PCNA mit ihren 250 Mitarbeitern erst seit März. Er war zuvor Chef der spanischen Porsche-Tochter. Er plant eine völlige Neuausrichtung der PCNA, um den geplanten Wachstumskurs umzusetzen. Das Unternehmen solle sich von einem reinen Importeur zu einem richtigen Partner der Porsche AG entwickeln.

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