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USA

ZF will Wende

Foto: ZF

Deutschlands drittgrößter Autozulieferer ZF will nach zwei verlustreichen Jahren 2007 in den USA die Wende schaffen. Er sei zuversichtlich, dass dies gelinge, sagte der neue Vorstandschef Hans-Georg Härter am Dienstag (9.1.) in Detroit.

09.01.2007

Härter kündigte ein Restrukturierungsprogramm an, das unter anderem auch einen sozialverträglichen Personalabbau vorsieht. Einzelheiten dazu wollte er aber nicht nennen. Der Spezialist für Antriebs- und Fahrwerkstechnik aus Friedrichshafen am Bodensee beschäftigt in Nordamerika rund 6.000 Mitarbeiter.

ZF konnte zwar 2007 den Umsatz im NAFTA-Raum um zehn Prozent auf 1,9 Milliarden Euro steigern, schrieb aber wegen der Probleme der US-Autobauer sowie hoher Anlauf- und Materialkosten noch rote Zahlen. Künftig will der Automobilzulieferer verstärkt mit den japanischen und koreanischen Autokonzernen ins Geschäft kommen, die in den USA Marktanteile erobern und neue Fabriken errichten. "Dies ist uns bei einigen Kunden schon ordentlich gelungen", betonte der ZF-Chef. Dazu gehöre es auch, in Japan und Korea selbst die Präsenz zu stärken. Deshalb will ZF in Japan ein neues Forschungszentrum errichten.

Außerdem ist geplant, das Ersatzteilgeschäft in Nordamerika zu stärken. Schließlich sieht Härter noch Chancen, im Nutzfahrzeuggeschäft besser Fuß zu fassen. "So ist uns jetzt der Einstieg bei Freightliner gelungen", sagte er. Freightliner ist der größte US-Hersteller von schweren Lastwagen und gehört zu Daimler-Chrysler. ZF will aber weiterhin auf seine drei großen US-Kunden General Motors, Ford und Daimler-Chrysler setzen. Der Zulieferer vom Bodensee hat 2006 rund 11,64 Milliarden Euro erlöst (plus sieben Prozent) und beschäftigt weltweit über 55.000 Menschen.

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