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Valeo nutzt Delphi-Insolvenz zur US-Expansion

Foto: Valeo

Der führende französische Automobilzulieferer Valeo will die Insolvenz des größten US-Konkurrenten Delphi zur Expansion in den USA nutzen.

18.10.2005

"Die Schwäche von Delphi und Visteon dürfte uns erlauben, Marktanteile zu gewinnen oder zuzukaufen", sagte Valeo-Präsident Thierry Morin der Pariser Zeitung "Le Figaro". "Einige ihrer Geschäfte könnten uns interessieren, doch es kommt nicht in Frage, dass wir in den USA Werke mit starken Gewerkschaften übernehmen. Die US-Gewerkschaften sind viel zu starr."

Die frühere General-Motors-Tochter Delphi, die noch 70 Prozent ihrer Produktion an GM liefert, ist insolvent. Ihr Hauptkonkurrent Visteon hat 33 Werke an den früheren Mutterkonzern Ford abgetreten, der sie sanieren und zumeist weiterverkaufen will. Beide US-Zulieferer sind nach Morins Worten zu sehr auf einen Hersteller spezialisiert, investieren zu wenig in Innovationen und haben ihre Werke mit zu viel Parallelproduktion unwirtschaftlich organisiert. Valeo fertige pro Werk ein Produkt für alle Hersteller und biete technische Neuigkeiten, um die Automarken voneinander abzugrenzen.

Der hohe Ölpreis drücke zwar auf die Margen der Zulieferer, sei aber eine gute Nachricht für Valeo, sagte Morin. Die US-Verbraucher seien sich der Umweltprobleme bewusst geworden, während die US-Regierung hinterher hinke. "Wir sind in der Lage, den Verbrauch eines Benzinmotors um 35 Prozent zu senken", sagte Morin. Auf der Frankfurter Automesse hatte Valeo Hybridsysteme und eine elektronische Ventilsteuerung zum Benzinsparen gezeigt. Valeo kommt mit 72.100 Mitarbeitern in 28 Staaten auf 9,4 Milliarden Euro Umsatz und erzielte 2004 rund 150 Millionen Euro Überschuss.

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