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Vanwall GP Racer

Britisches Renn-Tier

Foto: Vanwall 10 Bilder

Vanwall verfügt nicht nur über eine Formel 1-Vergangenheit, sondern baut auch heute noch Sportwagen mit klassischem Zuschnitt. Das jüngste Modell, der Grand Prix Racer, lehnt sich optisch an das F1-Siegerauto von 1958 an, dem er auch in Sachen Leistung das Wasser reichen kann.

14.02.2006

Der zigarrenförmige Einsitzer - optional ist auch ein Zweisitzer mit nebeneinander angeordneten Sitze zu haben - mit den freistehenden Rädern trägt eine endlos lange Schnauze, dahinter eine knapp geschnittene Fahrerkabine mit kleinem Windschild und ein hoch aufreichendes spoilerloses Heck. Basis für den Vanwall ist ein stählerner Kastenrahmen, der je nach Kundenwunsch V8- und V12-Motoren von Jaguar aufnimmt. Die Karosserie besteht aus Aluminium oder wahlweise aus Kohlefaser und ist - wie auch sonst - in British Racing Green lackiert.

In der V12-Version des GP Racer arbeiten ein 5,3-Liter oder ein Sechsliter, die jeweils von sechs Weber-Doppelvergasern gespeist werden. Die V8-Variante bietet 4,2-Liter Hubraum, Sechsgang-Getriebe, Rennbremsen und 300 PS als Basis und 400 PS als Kompressorvariante. Im Zweisitzer kann zudem ein 4,2-Liter-Reihensechszylinder als Antriebsquelle geordert werden. Ein manuelles Fünfgan-Getriebe leitet die Kraft an die Hinterräder weiter. Bar jeglicher elektronischer Helfer bemüht sich lediglich ein mechanisches Sperrdifferenzial um ausreichend Traktion der 235 Millimeter breiten Reifen auf 15 Zoll-Felgen. Einzelradaufhängungen rundum sichern die Radführung.

Hightech - Fehlanzeige

Klassisch spartanisch geht es auch im Cockpit des Vanwall zu. Ein riesiges Lederlenkrad mit blank polierten Speichen verspottet sofort jeden Gedanken an moderne Sicherheitsausstattungen, das offen laufende Schaltgestänge macht Technik transparent und die Sitzschale sorgt ausschließlich um Seitenführung und verschwendet keinen Gedanken an Komfort. Die frei stehenden Räder mit Zentralverschluss werden lediglich von einem knappen Alibi-Kotflügel abgedeckt, die armdicken Auspuffrohre, die als Sidepipe die Abgase von sechs Zylindern je Seite entsorgen, münden auf Kniehöhe links und rechts vom Cockpit. Für Erleuchtung sorgen Miniatur-DE-Scheinwerfer vorn, die sich, auf den Federbeindomen platziert und im Kühlermaul integriert, harmonisch in die klassische Linie einfügen. Nach hinten sorgen kleine Rundleuchten für Lichtsignale.

Günstig ist das Vergnügen einen Vanwall zu bewegen, unterdessen in keiner Variante. Schon der straßenzugelassene zweisitzige Sechszylinder kostet ab 81.000 Euro zuzüglich Steuern, der Einsitzer mit V12-Motor ab 84.500 Euro und die V8-Versionen starten bei rund 87.000 Euro netto

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