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VCD-Studie - Großstädte werden sicherer

Verkehrssicherheit in Großstädten nimmt zu

Stau Kindergarten Schule Foto: dpa

In 61 von 81 deutschen Großstädten ist die Zahl der verunglückten Verkehrsteilnehmer in den vergangenen fünf Jahren tendenziell gesunken. Einen durchgehend konstanten Rückgang kann allerdings keine der untersuchten Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern vorweisen.

07.07.2010

Das hat die Studie "Städtecheck Verkehrssicherheit" ergeben, die der Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Mittwoch (7.7.)  in Berlin vorgestellt hat. Besonders erfreulich sei, dass es in Pforzheim, Reutlingen und Trier im Jahr 2009 keine Verkehrstoten gegeben habe.

Bochum erfolgreich, Siegen muss nachbessern

Überdurchschnittlich gut habe sich die Verkehrssicherheit seit 2004 unter anderem in Bochum entwickelt, teilte der VCD mit. In der Ruhrgebietsstadt nahm die Verunglücktenzahl seither im Durchschnitt jährlich um 5,27 Prozent ab. Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet zu werden, sei damit in keiner anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen so gering wie in Bochum. «Offensichtlich ist unsere Rezeptur aus Netzwerkarbeit, konsequenter Verfolgung von Hauptunfallursachen und intensiver Prävention vom Kindergarten bis hin zu den Senioren erfolgreich», erklärte Bochums Polizeidirektor Manfred Kibbas.
 
Als Negativbeispiel gilt Siegen: Dort ist die durchschnittliche Verunglücktenzahl seit 2004 um 5,47 Prozent angestiegen. Der VCD hat der Kommune empfohlen, die Unfallschwerpunkte genauer zu untersuchen und die Ursachen zu beheben. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, hatte die Stadt Siegen in der Vergangenheit unter anderem zusätzliche Ampeln und Fußgängerüberwege installiert.
 
Die statistische Untersuchung des VCD soll die Großstädte in Deutschland dazu animieren, ihre Verkehrssicherheitsarbeit zu intensivieren und die Zahl der Unfälle zu verringern. Insgesamt seien die Unfallzahlen in Deutschland zwar rückläufig. Allerdings wies die VCD-Bundesgeschäftsführerin Kerstin Haarmann darauf hin, dass 2009 pro Tag bundesweit durchschnittlich fast 1100 Menschen im Straßenverkehr verunglückt sind.
 
Auch sei die Gefahr für jeden Einzelnen nach wie vor sehr hoch, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, betonte Haarmann. Bundesweit sind im vergangenen Jahr 4.154 Menschen im Straßenverkehr getötet worden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vorläufig ermittelt hat. Langfristig will der VCD die Zahl der Verkehrstoten mit seiner Aufklärungsarbeit auf Null bringen. "Dass das auch in Großstädten machbar ist, haben Pforzheim, Reutlingen und Trier im vergangenen Jahr gezeigt", sagte die Bundesgeschäftsführerin des Verkehrsclubs.

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