"Die Einigung ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorschlag der EU-Kommission, auch wenn sie noch keine Ideallösung darstellt", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag (10.6.) in Frankfurt. "Das gemeinsame Ziel muss sein, Klimaschutz und Ökonomie in einer sinnvollen Art und Weise zu verbinden."
Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) begrüßte den Kompromiss. Wesentliche Forderungen der Autohersteller seien darin berücksichtigt. "Es gibt nun Planungssicherheit für die Autoindustrie", sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission sei zu planwirtschaftlich gewesen und habe sich gegen Premiumhersteller gerichtet. "Das hätte zu Wettbewerbsverzerrungen geführt."
Der VDA lobte insbesondere die Einigung auf eine stufenweise Einbeziehung aller Fahrzeuge ab 2012 (Phase-In), ebenso die Anrechnung von Öko-Innovationen - wie energieeffiziente Leuchten oder Solar-Glasdächer auf die Menge des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoßes. "Erst so wird es überhaupt möglich, die anspruchsvollen Ziele technisch umzusetzen", sagte Wissmann. Der VDA-Präsident wies darauf hin, dass die deutsche Autoindustrie den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch ihrer Neufahrzeuge von 1990 bis 2005 um 25 Prozent gesenkt habe. Die CO2-Emissionen von Neuwagen seien in den ersten drei Monaten 2008 überproportional um 3,5 Prozent gesunken.
VDA begrüßt CO2-Einigung
Die deutsche Autoindustrie hat die deutsch-französische Einigung über Klimaschutz-Auflagen für Neuwagen als wichtigen Schritt begrüßt, der aber noch nicht weit genug gehe.
Autor: dpa




