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VDA

Export stützt Autokonjunktur

Foto: dpa

Die deutsche Autoindustrie steuert auf einen neuen Exportrekord zu, leidet aber unter der schwachen Inlandsnachfrage. Einen Monat nach der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt sind die erhofften Impulse in Deutschland weitgehend ausgeblieben.

04.11.2005

Die Aufträge aus dem Inland schrumpften im Oktober um 14 Prozent binnen Jahresfrist, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag (4.11.) mit.

Insgesamt sieht die Industrie das Automobilgeschäft im Oktober als "ein Wechselbad der Gefühle". Die Neuzulassungen stiegen zwar dank eines statistischen Effekts um 3,5 Prozent auf 291.000 Wagen. Ohne die beim Kraftfahrtbundesamt einbezogenen vier Erfassungstage aus dem September hätte es aber nur "ein kleines Plus" gegeben - im siebten Monat in Folge.

"Die politischen Ereignisse haben sich verunsichernd auf die Bestelltätigkeit im Inland ausgewirkt", berichtete der Verband. Grund dafür sei die ausgebliebene konjunkturelle Belebung und die Angst vieler Verbraucher vor Steuererhöhungen. Wegen der erwarteten Mehrbelastungen zögen manche Kunden ihren Autokauf mittlerweile bereits vor. Die Aufträge lagen im Oktober insgesamt auf Vorjahresniveau, wobei dem Minus im Inland sechs Prozent Plus aus dem Ausland gegenüber standen.

Für das Gesamtjahr erwartet der VDA einen neuen Exportrekord von mehr als 3,7 Millionen Autos. "Damit kann einmal mehr die verhaltene Entwicklung und fehlende Dynamik auf dem Inlandsmarkt ausgeglichen werden", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Grund für die Exporterfolge seien die neuen Modelle und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Seit Jahresbeginn hat die deutsche Schlüsselindustrie mit 2,79 Millionen Wagen drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum in Deutschland abgesetzt. Für das Gesamtjahr erwartet die Autoindustrie nach wie vor ein leichtes Plus auf 3,3 Millionen verkaufte Wagen - damit würde sich der Aufwärtstrend aus 2004 nach Jahren der Stagnation fortsetzen.

Antriebsmotor im Oktober sei weiterhin das Auslandsgeschäft gewesen. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr trotz eines Arbeitstages weniger um fünf Prozent, seit Jahresbeginn um zwei Prozent. Wegen des guten Auslandsgeschäfts weiteten die deutschen Autobauer ihre Produktion seit Jahresbeginn um zwei Prozent aus. Im Gesamtjahr werden sie nach eigener Einschätzung im achten Jahr in Folge die Fünf-Millionen-Marke übertreffen.

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