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VDA

März als Konjunktur-Lichtblick

Auf dem deutschen Automarkt gibt es nach dem schwachen Start ins Jahr erste Hoffnungsschimmer. Im März stiegen der Auftragseingang aus dem Inland binnen Jahresfrist um vier Prozent, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch (6.4.) in Frankfurt mit.

06.04.2005

Die Neuzulassungen mit 330.000 Wagen blieben nur noch ein Prozent unter dem Vorjahresmonat, während das Minus im gesamten ersten Quartal 2005 zwei Prozent betrug. Die Nachfrage fiel somit im März deutlich besser aus als erwartet - Autoexperten hatten ein Minus von sechs bis zehn Prozent vorausgesagt.

"Dies deutet erstmals eine gewisse Widerstandsfähigkeit des Marktes an, wenn auch noch keine Trendwende", berichtete der Automobilverband. Rechne man die zwei fehlenden Arbeitstage heraus, lägen die Neuzulassungen neun Prozent über dem Vorjahr. "Der lange Winter dürfte zudem den ein oder anderen potenziellen Käufer von einem Gang zum Händler abgehalten haben." Der Auftragseingang aus dem Ausland sei stabil. Zwar blieben diese Orders um vier Prozent hinter dem hohen Vorjahresniveau zurück, arbeitstäglich bereinigt waren es jedoch sechs Prozent mehr. Von Januar bis März legte die Nachfrage
aus dem Ausland um zwei Prozent zu.

Der Verband führt die Kaufzurückhaltung auf die Verunsicherung der Konsumenten zurück, die aus Sorge um den Arbeitsplatz, wegen der unklaren Wirtschaftsentwicklung und der hohen Ölpreise abwarteten. "Die Vielzahl neuer Modelle - zumal künftig verstärkt mit Dieselpartikelfilter angeboten - dürfte aber durchaus noch Potenzial entwickeln."

Im traditionell starken Auslandsgeschäft musste die Autoindustrie einen Rückgang hinnehmen. Mit knapp 338.900 Fahrzeugen führte die Branche im März elf Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr aus, allerdings war der März 2004 laut VDA ein außergewöhnlich starker Monat gewesen. Im ersten Quartal betrug das Minus vier Prozent. In der Produktion rollten wegen der geringeren Anzahl an Arbeitstagen im März mit 481.600 Einheiten neun Prozent weniger Autos von den Bändern, im ersten Quartal waren es ein Prozent weniger.

Die Debatte um die schädlichen Auswirkungen von Feinstaub aus Diesel-Wagen wirkte sich im März noch nicht aus. Der Diesel-Absatz übertraf das Vorjahresniveau um zwei Prozent. In den kommenden Monaten wird der Absatz nach Expertenmeinung aber deutlich zurückgehen und das Geschäft der deutschen Autoindustrie belasten.

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