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VDA

Wenig Dynamik am Markt

Foto: dpa

Die Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Automarkt ist nach Einschätzung des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) in diesem Jahr relativ schwach ausgefallen.

31.05.2006

"Vor den Neuzulassungen im Mai wird ein Plus stehen, wenn auch kein großes", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk am Mittwoch (31.5.) auf einem Branchentag in Erfurt. Für die Monate von Januar bis Ende Mai rechnet er mit einem Anstieg um etwa zwei Prozent. Nach einem Rückgang von 8,9 Prozent im April waren die Neuzulassungen in den ersten vier Monaten bundesweit nur um 1,2 Prozent auf knapp 1,1 Millionen Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

Gottschalk führte die fehlende Dynamik auf dem deutschen Automarkt auf die Verunsicherung der Kunden zurück. "Wer nach den Ursachen hierfür sucht, kommt an der Tatsache nicht vorbei, dass die Belastungsgrenze der Autofahrer durch die Verteuerung der Mobilität offensichtlich überschritten ist." Er nannte neben hohen Kraftstoffpreisen auch die geplanten Kürzungen bei der Pendlerpauschale. Sollte die Verunsicherung der Verbraucher anhalten, könnte sogar der Vorzieheffekt bei Auto-Neuanschaffungen im Zusammenhang mit der für 2007 geplanten Mehrwertsteuererhöhung nur gering ausfallen, sagte der VDA-Präsident.

Der Verband bleibe deshalb bei seiner vorsichtigen Prognose für dieses Jahr. Er rechnet mit 3,35 Millionen Neuzulassungen in Deutschland nach 3,34 Millionen 2005. Das hohe Durchschnittsalter der Autos auf den Straßen von 97 Monaten signalisiert nach Ansicht von Gottschalk nicht nur einen deutlichen Ersatzbedarf, "sondern auch eine hohe Abwartehaltung".

Der ostdeutschen Automobilindustrie bescheinigte der VDA-Präsident eine deutlich gestiegene Wettbewerbsfähigkeit. "Dafür ist in den vergangenen Jahren von den Unternehmen viel getan worden." Die Branche, die seit Anfang der 1990er Jahre rund 12 Milliarden Euro in den neuen Ländern investiert hat, bleibe ein Wachstumsmotor. Sie beschäftige rund 150.000 Menschen in Ostdeutschland und habe ihren Umsatz allein im vergangenen Jahr um etwa ein Fünftel auf 14,4 Milliarden Euro erhöht. Fast die Hälfte davon sei im Ausland erzielt worden.

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