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VDA

Zwischen hoffen und bangen

Trotz eines Auftragseinbruchs im April rechnet der VDA in den kommenden Monaten wieder mit einer Belebung.

12.05.2003

Trotz eines Auftragseinbruchs im April rechnet der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) in den kommenden Monaten wieder mit einer Belebung. Die große Hoffnung ist dabei das Flottengeschäft mit Firmenwagen. "Die Entscheidung, die Firmenwagensteuer nicht anzuheben, wirkt auf die Kunden befreiend", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk (Foto) am Montag (12.5.) in Frankfurt.

Kaufbereitschaft stimmt Autobauer optimistisch

Erste Signale stimmen den Branchenverband bereits optimistisch. "Seit Ostern ist die Bereitschaft für eine Ausweitung der Flotten sprunghaft um ein Drittel gestiegen", betonte Gottschalk. Dies ergab eine Umfrage des Frankfurter Instituts Dataforce bei mehr als 2.000 Fuhrparkmanagern von Unternehmen mit mehr als 10 Personenwagen. Mit Beginn der Diskussion über die Firmenwagensteuer war dagegen die Bereitschaft, in die Firmenflotten zu investieren, um 40 Prozent eingebrochen, berichtete der VDA.

Das Firmenwagengeschäft ist für die deutschen Autobauer von zentraler Bedeutung, weil sie gegen die ausländischen Anbieter in diesem Segment einen Marktanteil von 90 Prozent halten. Dieser Effekt lässt sich auch an den bisherigen Zulassungszahlen ablesen. Während von Januar bis April die Pkw-Neuzulassungen um zwei Prozent auf 1,08 Millionen Modelle zurückgingen, konnten die ausländischen Marken rund ein Prozent auf 380.500 Personenwagen zulegen.

Höhere Nachfrage in den nächsten Monaten?

Im April musste Deutschlands wichtigster Industriezweig einen herben Einbruch hinnehmen. Die Inlandsbestellungen lagen 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch die ausländischen Kunden orderten drei Prozent weniger als im April 2002. Das Ende des Irak-Krieges, die gekippte Erhöhung der Firmenwagensteuer sowie niedrigere Spritpreise und die Einführung neuer Modelle sollten nach Ansicht Gottschalks in den nächsten Monaten aber wieder für eine höhere Nachfrage sorgen.

Im bisherigen Jahresverlauf wurde die deutsche Autokonjunktur ausschließlich vom guten Export getragen. Aber die Ausfuhren zeigen mittlerweile Ermüdungserscheinungen. Deshalb ist eine bessere Binnennachfrage dringend notwendig, um die für 2003 gesteckten Ziele erreichen zu können.

Januar bis April: Exporte ziehen um sechs Prozent an

Von Januar bis April zogen die Pkw-Exporte zwar um sechs Prozent auf 1,25 Millionen Modelle an. Im April gab es gegenüber dem Vorjahr aber nur noch ein bescheidenes Plus von einem Prozent auf 307.300 Fahrzeuge. Ein noch schlechteres Bild zeigt die Produktionsstatistik. In den ersten vier Monaten rollten mit 1,76 Millionen Modellen vier Prozent mehr Autos von den Fließbändern deutscher Hersteller, im April wurde hingegen das Vorjahresniveau mit 433.000 Autos um vier Prozent unterschritten.

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