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Venezuela beschlagnahmt GM-Werk

General Motors wehrt sich

GM Logo Foto: GM

Die Behörden in Venezuela haben nach Angaben von General Motors (GM) ein Werk des US-Autoherstellers in der Industrieregion Valencia rechtswidrig beschlagnahmt.

21.04.2017 Uli Baumann

Wie das Nachrichtenportal N-TV berichtet, hätten staatliche Stellen die Fabrik abgeriegelt. Auch die Bankkonten des Autobauers sollen möglicherweise eingefroren worden sein. Jeglicher Zahlungsverkehr, inklusive die Auszahlung von Gehältern, wäre damit unmöglich.

GM kündigte an, sich "mit allen legalen Mitteln" zu wehren. Durch das Vorgehen entstünden irreparable Schäden für GM, die 2.678 Mitarbeiter, die Zulieferer und die 79 Händler, teilte das US-Unternehmen mit. Das Vorgehen sei "unzulässig, absurd, juristisch unlogisch und falsch".

Venezuela leidet derzeit unter einer schweren Wirtschaftskrise, die auch mehrere US-Unternehmen getroffen hat, vor allem durch ständige Engpässe in den Lieferketten. Wie N-TV weiter berichtet hat GM-Konkurrent Ford bereits Anfang 2015 seine Investitionen in dem Land abgeschrieben. Die sozialistische Regierung hat bereits mehrmals Fabriken übernommen. Derzeit sind allein vor internationalen Schlichtungsstellen 20 Streitigkeiten zwischen Venezuela und enteigneten ausländischen Unternehmen anhängig.

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