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Ab 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor?

So viel Reichweite schaffen Elektroautos

Tesla Model S P100D Foto: Tesla 31 Bilder

Der Bundesrat fordert, dass 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden sollen. Sind lange Reisen im Auto dann Geschichte? Muss nicht sein. Wir zeigen, welche aktuellen Elektroautos jetzt schon richtig weit kommen und welche Reichweiten die Zukunft bringt.

12.10.2016 Gerd Stegmaier, Viktoria Umbach 11 Kommentare

Seit dem VW-Diesel-Skandal vor gut einem Jahr geht’s mit Selbstzündern und sogar mit Verbrennungsmotoren insgesamt bergab. Und zwar viel schneller, als es vielen lieb ist und die meisten gedacht hätten. Norwegen will 2017 einen neuen nationalen Transportplan verabschieden, der zwischenzeitlich vorsah, ab 2025 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zu verkaufen. Inzwischen sind die Skandinavier zurückgerudert, wollen aber bis 2050 eine besonders CO2-arme Gesellschaft werden. In den Niederlanden hingegen sollen ab 2025 tatsächlich nur noch emissionsfreie Autos verkauft werden.

VW-Software-Update, Dieselaffären, NOX-TestFoto: Achim Hartmann
Speziell in Städten sorgen Autoabgase (vor allem NOx) für schlechte Luft und Gesundheitsgefährdungen; der Bundesrat will aber auch eine CO2-neutrale Mobilität.
Nano Flowcell QuantinoFoto: Harald Dawo
Der Quantino von NanoFlowCell soll mit einem Elektrolyt zum Nachtanken emissionsfreie Reichweiten im vierstelligen km-Bereich erreichen.

Und Deutschland, dem Land der Autoindustrie? Auch hier bekommen die Verbrennungsmotoren Gegenwind. Städte sehen sich gezwungen, Fahrverbote in weiten Bereichen selbst für EU5-Diesel zu erwägen, weil die EU Druck macht, damit die Stadtluft wieder frei wird von Schadstoffen, die die Anwohner krank machen. Und als wären regionale Fahrverbote nicht schon genug, hat der Bundesrat (über alle Parteien hinweg) in einem Beschluss vom 23. September 2016 gefordert, Steuer- und Abgabengesetze so zu gestalten, dass „spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie Pkw zugelassen werden.“ Weiter heißt es: „Da nicht alle Sektoren im Jahr 2050 gänzlich Treibhausgas-emissionsfrei sein werden können (Industrie, Landwirtschaft), wird das Ziel, bis zum Jahr 2050 eine nahezu emissionsfreie Mobilität innerhalb der EU zu erreichen, ausdrücklich unterstützt.“

Hintergrund ist das Klimaabkommen von Paris, das ab 2050 emissionsfreie Mobilität vorsieht. Um das zu erreichen, so der Bundesrat, müsse man rechtzeitig beginnen, die Zahl der Verbrennungsmotoren zu verringern – was nicht funktionieren kann, wenn man immer neue Benziner oder Diesel auf die Straße lässt.

Tesla Model X P90D, Strom tankenFoto: Hans-Dieter Seufert
Elektroautos fahren zumindest lokal emissionsfrei. Das Model X emittiert beispielsweise pro Kilometer 150 Gramm CO2, wenn man für die entsprechende Stromerzeugung den deutschen Kraftwerksmix zugrunde legt.

Rein elektrisch – wie weit geht das?

Es läuft also wirklich auf batterieelektrische Autos hinaus, vielleicht kommen noch Brennstoffzellenantriebe hinzu – aber schon jetzt sind etliche E-Autos im Angebot. Größtes Manko neben dem Preis bislang: Zu knappe Reichweiten und zu lange Ladezeiten, um sich einfach sorglos auf weitere Reisen machen zu können und wie beim Auto mit Verbrennungsmotor einfach zu tanken, wenn die Energie zum Weiterfahren zur Neige geht.

Aber so ganz allmählich bewegen sich die möglichen Reichweiten in eine Richtung, die nicht nur statistisch für gut 90 Prozent aller Fahrten, die wir so mit dem Auto zurücklegen, reichen, sondern werden ähnlich groß, wie wir es vom Auto mit Verbrennungsmotor gewohnt sind. Und zwar nicht nur bei den sehr teuren Modellen von Tesla, sondern auch bei erschwinglichen Fahrzeugen.

Den Anfang macht der Opel Ampera-e, der Anfang 2017 für wohl unter 40.000 Euro zu kaufen sein wird und mit einer Batterieladung gut 500 Kilometer weit kommen soll (nach NEFZ); selbst in der Praxis wird der wohl gut 380 Kilometer schaffen. Welche Modelle mit ordentlichen Reichweiten es noch gibt, wie viel das im Realbetrieb sein könnte und was in Zukunft möglich ist, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Neuester Kommentar

Die wichtigstew Frage: Wo soll der ganze Strom herkommen? Das ist wieder einmal Politik ohne Nachdenken. Ich bin auch für E-Autos aber mir stehen einfach zu viele Fragen offen.
Wie geht es mit der Rechweite vorran?
Wie lange dauert das Nachladen?
Wie lange halten die Akkus?
Wohin mit dem Akkus Abfall?
Woher soll der ganze Strom kommen?
Diese wichtigen Fragen hat weder die Wirtschaft noch die Politik beantwortet!

Peter Backes 17. Oktober 2016, 13:45 Uhr
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