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Verfahren gegen Ex-Daewoo-Chef Kim eröffnet

Foto: dpa

In Südkorea ist am Dienstag (9.8.) das Verfahren gegen den wegen Bilanzfälschung angeklagten früheren Chef des zusammengebrochenen Daewoo-Konzerns, Kim Woo Choong, eröffnet worden.

09.08.2005

Der 69-Jährige habe sich vor dem Seouler Bezirksgericht zu den meisten Anklagepunkten schuldig bekannt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. "Ich übernehme die ganze Verantwortung, weil ich die Anweisungen gegeben habe", wurde der einstige Vorzeigemanager zitiert. Den Vorwurf jedoch, große Mengen an Devisen ins Ausland geschleust zu haben, habe er bestritten.

Kim wird außer Bilanzfälschung auch Kreditbetrug und Unterschlagung vorgeworfen. Er soll die Vermögenswerte des Konzerns aufgebläht, knapp zehn Billionen Won an Krediten erschlichen sowie 23 Billionen Won (rund 17 Milliarden Euro) auf Auslandskonten verschoben zu haben. Nach sechs Jahren auf der Flucht hatte sich Kim Mitte Juni den Behörden gestellt. Die mögliche Höchststrafe ist lebenslange Haft.

Am ersten Verfahrenstag habe Kim das Gericht um Milde gebeten, berichtete Yonhap. Ende der 90er Jahre sei die Manipulation von Geschäftsbüchern bei den großen Firmenkonglomeraten des Landes eine weit verbreitete Praxis gewesen, um damit leichter an Bankkrediten zu kommen. Der Mischkonzern Daewoo war 1999 unter einer Schuldenlast von 80 Milliarden Dollar zusammengebrochen.

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