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Verhalten am Unfallort

Zehn Regeln, die Sie beachten sollten

Citroen Unfall Foto: Fotolia

Im vergangenen Jahr ereigneten sich rund zwei Millionen Unfälle mit reinen Blechschäden. Richtiges Verhalten ist auch nach harmlosen Karambolagen das A und O, um sich nicht strafbar zu machen oder Geld zu verlieren. So vermeiden Sie die zehn häufigsten Fehler.

15.02.2012 Brigitte Haschek

Am Unfallort bleiben

Bei Parkremplern reicht es keinesfalls, dem Besitzer des beschädigten Autos eine Visitenkarte oder einen Zettel mit Adresse und Telefonnummer hinter den Scheibenwischer zu stecken und nach angemessener Wartezeit weiterzufahren. Im Sinne des Gesetzes ist das schon Unfallflucht und somit strafbar. Das richtige Verhalten am Unfallort: sofort die Polizei informieren, Personalien angeben und den Sachverhalt schildern.

Unfallsituation fotografieren

Kreuzung blockieren wegen eines zerbrochenen Scheinwerferglases lohnt sich nicht. Doch häufig fahren die Beteiligten an den Straßenrand, ohne die Unfallsituation fotografiert zu haben. Somit geht wichtiges Beweismaterial verloren, sollte es im nachhinein Unstimmigkeiten zwischen den Kontrahenten geben. Idealerweise werden die Unfallstelle markiert und die Fahrzeugpositionen zusätzlich fotografiert.

Kennzeichen und Personalien aufnehmen

Wer im guten Glauben lediglich die Telefonnummern austauscht, kann das Nachsehen haben. Richtig verhalten sich die Unfallbeteiligten, wenn sie am Unfallort gegenseitig die Nummern aus den Personalausweisen, das Kennzeichen und den Namen des jeweiligen Haftpflichtversicherers notieren.

Namen und Adressen von Passanten aufschreiben

Die Unfallgegner vergessen, anwesende Zeugen anzusprechen - bloß nicht! Man sollte sich unbedingt die Namen und Adressen von Passanten aufschreiben, die das Geschehen beobachtet haben. Das ist um so wichtiger, wenn Mitinsassen im Auto waren. Kommt es unter Umständen später zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, wirken unbeteiligte Zeugen glaubwürdiger als Beifahrer.

Richtiges Verhalten am Unfallort: Immer die Polizei hinzuziehen

Ohne Polizei reine Blechschäden untereinander regeln? Das muss nicht sein. Vor allem bei großem Sachschaden oder wenn vor Ort schon Unstimmigkeit darüber herrscht, wer den Unfall verursacht hat, sollte die Polizei hinzugezogen werden. Gleiches gilt, wenn der Verdacht besteht, dass jemand - wenn auch nur leicht - verletzt wurde.

Unabhängige Berater fragen

Unfallhilfe von Werkstätten, Autovermietungen oder der gegnerischen Versicherung anzunehmen, kann sich nachteilig auswirken. Es besteht die Gefahr, dass unabhängige Berater wie Anwälte und Sachverständige umgangen werden und man nicht den vollen Schadenersatz bekommt.

Mietwagenangebot mit der Versicherung klären

Voreilig ein Mietwagenangebot von der Werkstatt zu akzeptieren, kann teuer zu stehen kommen. Ob die Versicherung die vollen Kosten übernimmt, hängt einerseits von der Haftungsfrage ab. Andererseits trägt sie ebenfalls nur einen Teil der Kosten, wenn das Angebot zu teuer und nicht marktgerecht war. Und: Wer üblicherweise nicht mehr als 25 Kilometer pro Tag fährt, muss im Hinblick auf die Schadenminderungspflicht während der Reparaturdauer Taxen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen.

Nutzungsausfallentschädigung geltend machen

Den Nutzungsausfall unberücksichtigt zu lassen, ist unklug. Denn statt eines Mietwagens kann man auch für die Zeit, in der das Auto in der Werkstatt steht, die so genannte Nutzungsausfallentschädigung geltend machen. Sie beträgt je nach Fahrzeugtyp 25 bis 100 Euro pro Tag.

Totalschaden oder Reparatur?

Auch als zufriedener Autohaus-Kunde darf man nicht verkennen, dass es für den Händler wirtschaftlich interessanter sein kann, ein Ersatzfahrzeug zu verkaufen und mit dem verunfallten Auto selbst zu handeln, als dieses zu reparieren. Im Zweifelsfall anwaltlichen Rat einholen.

Keine überzogenen Restwerte akzeptieren

Überzogene Restwertangebote zu akzeptieren, heißt Geld verlieren. Wenn das Auto nach einem Unfall als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft ist, aber trotzdem repariert wird, darf die Versicherung nicht auf höhere Restwertangebote als im Gutachten ausgewiesen verweisen und entsprechende Abzüge bei der Schadenregulierung machen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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