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Veritas RS3

Silberstreif am Horizont

Foto: Veritas 7 Bilder

Mit dem Veritas RS3 taucht wieder ein Silberstreif am Sportwagen-Horizont auf. Der Nachfahre der Nachkriegs-Rennsport- Legende kommt unter anderem mit dem BMW M5-Motor und dem kleinen Achtzylinder in einer Kleinserie auf den Markt.

20.05.2008 Carsten Rose

Bereits auf der Essen Motor Show 2000 feierte Veritas sein Comeback mit einem Prototyp des Monocoque-Einsitzers. Damals noch angetrieben von einem BMW-Zwölfzylinder Front-Mittelmotor. Optisch weicht das endgültige Kleinserien-Pendant kaum von der Studie ab und behält die flache Kohlefaserkarosserie, die nach oben kaum über Reifenhöhe hinausragt. Einzige Ausnahme bildet der Fahrer-Überrollbügel, mit maximal 97 Zentimeter markiert er den höchsten Punkt des Renners. Mehr Schutz gesteht Veritas dem Piloten auch nicht zu, denn die Windschutzscheibe wird wegen ihrer geringen Höhe dem Namen kaum gerecht.

Von vorne betrachtet wird der fünf Meter lange Veritas von einem schmalen Kühlergrill dominiert, der sich fast über die gesamte Front der 1,97 Meter breiten Flunder erstreckt. Eine zusätzliche Lufthutze auf der Motorhaube sowie an den Flanken versorgen den BMW-Motor mit Frischluft. Am anderen Ende - dem spoilerlosen Heck - ragen Doppelendrohre mittig an der Karosserieoberkante heraus und werden seitlich durch schmale Rückleuchtstreifen flankiert.

Bei den ersten für Ende 2008 angekündigten Modellen des RS3 wird entweder ein Achtzylinder mit 480 PS die limitierte Kleinserie antreiben, oder als stärkere Alternative soll auch das V10-Aggregat aus dem BMW M5 mit 600 PS zum Einsatz kommen. Der handgeschaltete V8 soll es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 329 km/h bringen und in 3,6 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen. Für den V10 mit sequentiellem Getriebe werden 347 km/h und 3,2 Sekunden genannt. Verzögert wird der 1.170 Kilogramm leichte Veritas von 380er Scheiben und Sechskolbenzangen vorn und 355er Scheiben und Vierkolbenzangen hinten. Elektronische Fahrhilfen sind nicht vorgesehen. Geplant ist eine Jahresproduktion von 30 Exemplaren des exklusiven Straßen-Sportlers.

Der Sportwagenhersteller Veritas wurde von drei ehemaligen BMW-Mitarbeitern nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und musste trotz vieler Motorsporterfolge vor 58 Jahren Konkurs anmelden. Bis zu dem Zeitpunkt wurden 62 Sportwagen gefertigt, die über eine stromlinienförmige Leichtbaukarosserie in Verbindung mit dem Aggregat des BMW 328 verfügten. Mit der Entwicklung eines eigenen Motors scheiterte das Unternehmen damals und ging in die Insolvenz. Jetzt hat ein internationales Team von Motor-Enthusiasten sich der Aufgabe gestellt, eine beinahe schon in Vergessenheit geratenen Rennsport-Klassiker zu neuem Leben erwecken. Hergestellt von der deutschen Vermot AG in Grafschaft-Gelsdorf - unweit des Nürburgrings.

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